Di, 17. Oktober 2017

Überfall in Paris

20.03.2017 06:50

Kim Kardashian: „Werden mir in den Kopf schießen“

Mehr als fünf Monate ist es her, als Kim Kardashian in ihrem Pariser Luxus-Apartment überfallen, gefesselt und ausgeraubt wurde. In der aktuellen Folge von "Keeping Up With The Kardashians", die am Sonntagabend in den USA ausgestrahlt wurde, spricht die Reality-TV-Queen erstmals über den schlimmsten Moment in ihrem Leben und gesteht, dass sie sich "auf das Allerschlimmste vorbereitet" habe.

Am Sonntag strahlte "E! Entertainment" in den USA erstmals jene Folge von "Keeping Up With The Kardashians" aus, in denen Kim Kardashian über die schrecklichen Ereignisse in jener Nacht Anfang Oktober in Paris sprach. Unter Tränen berichtet die 36-Jährige ihren Schwestern Khloe und Kourtney dabei, wie als Polizisten verkleidete Männer in ihr Luxus-Apartment eingedrungen waren und ihr Schmuck im Wert von fast zehn Millionen Euro geklaut hatten.

"Ich hatte ja nichts drunter an"
Sie sei in ihrem Bademantel am Bett gesessen, als die Männer ihre Wohnräume betreten hätten. "Er hat mich an den Beinen gepackt und - na ja - ich hatte nichts drunter an. Er hat mich zu sich ans Ende des Bettes gezogen und da dachte ich mir: 'Okay, das ist der Moment, in dem sie mich vergewaltigen werden'", konnte die Mutter von zwei Kindern bei diesen schlimmen Erinnerungen die Tränen nicht zurückhalten, während sie fortfuhr: "Ich habe mich geistig komplett darauf eingestellt - aber sie haben es nicht getan. Stattdessen hat er meine Beine mit einem Klebeband zusammengebunden und die Waffe auf mich gerichtet. Und ich wusste, jetzt wird er mir in den Kopf schießen."

Der einzige Gedanke, der ihr in dieser Sekunde durch den Kopf gegangen sei, sei die Sorge um ihre Schwester gewesen, so Kim weiter. "Ich habe nur dafür gebetet, dass Kourtney ein normales Leben wird führen können, wenn sie meinen toten Körper auf dem Bett findet. Denn ich würde es nicht lebend hier raus schaffen. Ich weiß, dass das passieren wird."

"Ich flehte, dass sie mich am Leben lassen"
Sie habe daraufhin den Concierge, den die Gangster ebenfalls als Geisel genommen hatten, angefleht. "Ich habe ihn nur gefragt: 'Werden wir sterben? Sie verstehen mich nicht, aber bitte sagen Sie ihnen, dass ich Kinder, eine Familie habe und dass sie mich am Leben lassen sollen'." Dann hätten die Räuber sie nach ihrem Verlobungsring und nach Bargeld gefragt. "Ich sagte, ich habe kein Geld hier. Daraufhin zerrten sie mich nach draußen in den Gang zu der Stiege. Da konnte ich die Waffen deutlich sehen."

Sie habe überlegt, zu fliehen. Doch die Angst, dass sie es nicht rechtzeitig zum Aufzug schaffen oder die Stiegen hinunter könnte, bevor ihr einer der Gangster in den Rücken schießen werde, sei einfach zu groß gewesen. "Es gab kein Entkommen", so Kardashian rückblickend.

Dank an französische Polizei
Doch die 36-Jährige hatte Glück im Unglück. Denn anstatt sie zu erschießen, sperrten die Räuber sie in das Badezimmer und flüchteten mit der Millionenbeute. Als die Diebe verschwunden waren, habe sie sich hinter einem Busch am Balkon versteckt, bis die Polizei eingetroffen sei. "Es war sehr schwer für mich, als die Beamten eintrafen, weil sie gleich angezogen waren wie die Räuber - außer der Gesichtsmasken."

Unterdessen hat sich Kim Kardashian aber bei der französischen Polizei bedankt. Auf Twitter schrieb die 36-Jährige am Sonntag: "An die französische Polizei, danke für eure schwierige und unglaubliche Arbeit."

Kim Kardashian war Anfang Oktober in einer Pariser Luxusresidenz überfallen und ausgeraubt worden, als sie sich während der Fashion Week in der französischen Hauptstadt aufhielt. Die Täter hatten die Ehefrau von Rapper Kanye West bedroht, gefesselt und Schmuck im Wert von rund zehn Millionen Euro erbeutet. Im Jänner waren 17 Verdächtige im Großraum Paris und in Südfrankreich festgenommen worden.

Daniela Altenweisl
Daniela Altenweisl
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