So, 19. November 2017

Karate

20.03.2017 11:15

Das WM-Desaster

141 Tage nach der Karate-Weltmeisterschaft in Linz tagt heute in Wien das Sportministerium wegen einem 700.000-Euro-Minus!

  • Anstatt budgetierter 25.000 Tickets wurden 10.200 abgesetzt ­- was ein Minus von rund 200.000 Euro verursacht hat.
  • Anstatt geplanter Sponsoren-Einnahmen von 200.000 Euro konnten nur 46.000 lukriert werden.

  • Dafür stiegen die Kosten für den Transport der Sportler, Betreuer und Funktionäre von kalkulierten 22.000 auf 160.000 Euro!

  • Und die für das Catering waren sogar um unfassbare 250.000 Euro höher (!) als geplant. Grund dafür ist ein Vertrag, der dem  Caterer einen Mindestumsatz garantierte. Da dieser aber allein aufgrund der ausbleibenden Besucher nicht annähernd erreicht wurde, musste der Veranstalter auch eine extra für 120.000 Euro installierte Küche bezahlen!

"Big, bigger, Linz", ist auch noch 141 Tage nach der Karate-WM das Motto. Nur steht das nun nicht mehr für die 1156 Aktiven aus über 130 Nationen, sondern für das finanzielle Desaster, das vom fünftägigen 3,2 Millionen-Euro-Event geblieben ist. "Es ist alles in die Hose gegangen", sagt mit Ewald Roth einer der beiden Veranstalter. "Es ist ein Drama", mit Hans-W. Streicher sein Kompagnon. "So etwas darf nie mehr passieren",  Sportlandesrat Michael Strugl  meint damit, dass die von Bund, Land und Stadt mit je 400.000 € subventionierte WM nicht von einem Verband veranstaltet wurde, sondern von einem gemeinnützigen Verein namens "Karate-WM 2016". Weshalb Roth und Streicher bei der Oberbank solidarische Privathaftungen in der Höhe von 400.000 Euro unterschrieben haben. "Damit stehen wir vorm Ruin", sagt Roth, während das Sportministerium heute auch Stadt und Land aufgrund des Finanzdesasters von wohl 700.000 Euro zu einem Krisengipfel nach Wien lädt.

Georg Leblhuber, Kronen Zeitung


     
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