Mi, 22. November 2017

Bickel sauer

19.03.2017 19:45

Rapid: „Da waren keine Männer auf dem Platz!“

Rapids Sportchef Bickel nimmt die Spieler nach dem 1:1 gegen Mattersburg (alle Tore und Highlights im Video oben) in die Pflicht. Spätestens jetzt ist klar: Bei einer Cup-Pleite in St. Pölten wird es auch für Trainer Damir Canadi eng …

Ruhig, zurückhaltend, seriös, sachlich. So kannte man Fredy Bickel bislang in Hütteldorf. Aber Rapids Sportchef kann auch anders. Das erlebten die Spieler nach dem gruseligen 1:1 gegen Mattersburg, als er ihnen in der Kabine laut die Meinung geigte: "Es schleicht sich ein, dass sich jeder seinem Schicksal ergibt, Ohnmachtbreit macht. Das kann nicht sein. Da waren keine Männer auf dem Platz."

Kein Sieg 2017
Bei diesen Worten sollten auch die Alarmsirenen bei Damir Canadi angehen. Auch wenn der Trainer die Länderspiel-Pause anders als Vorgänger Mike Büskens überstehen wird. Trotz einer vernichtenden Bilanz: kein Dreier 2017, sieben sieglose Spiele in Folge, 10 von 36 Punkten geholt, Platz sieben. Aber

Noch lässt sich Bickel auf keine Trainer-Diskussion ein, sondern nimmt die Spieler in die Pflicht: "Bislang bin ich hinter der Mannschaft gestanden. Aber die Spieler müssen die Fehler bei sich suchen. Ich will ein Zeichen sehen."

Ein ausführliches krone.tv-Interview mit Fredy Bickel - aufgezeichnet VOR dem Mattersburg-Spiel - sehen Sie hier:

Canadi in Bedrängnis?
Bleibt das in zwei Wochen in St. Pölten (vor allem im Cup-Viertelfinale) aus, dann wird auch Canadi kaum zu halten sein. So sind die Gesetze im Fußball-Keller. Und Rapid krampft wie im Abstiegskampf. Wenn Verteidiger Max Hofmann daheim gegen den biederen SVM die meisten Ballkontakte (91) hat, Canadi sechs gelernte Defensiv-Spieler aufbietet. "Für mich sind das Ausreden. Er hatte einen Plan", sagt Bickel. "Am Ende ist der Physio oder der Busfahrer schuld. Mattersburg muss man auch so schlagen." Passierte nicht.

Für Rapid unwürdig. Was einen wie Steffen Hofmann schmerzt. Er stutzte Mitspieler Kvilitaia und nach (!) seiner Auswechslung Höller auf dem Platz zurecht. Das zeigt, wie tief der Frust sitzt. Der Kapitän explodierte, will sich wehren. Viele andere verkriechen sich. Und Canadi reagiert mit patzigen und mürrischen Kommentaren. Auch nicht hilfreich ...

Rainer Bortenschlager, Kronen Zeitung

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