Do, 23. November 2017

Forschung

19.03.2017 18:56

Steirer legt Eulen Kuckuckseier ins Nest

Gerhard Kornschober aus dem oststeirischen Ottendorf hat ein eher ausgefallenes Hobby: Eulen. Seit 14 Jahren hat er sogar welche bei sich zu Hause, mittlerweile sind es acht. Um das Verhalten der Tiere mit dem geheimnisvollen Blick besser verstehen zu können, hat er ein Messinstrument erfunden. Es soll bald in der Wissenschaft zum Einsatz kommen. Das Patentierungsverfahren läuft.

Schon als Kind haben mich Eulen fasziniert", sagt Kornschober. Neben einem Indischen Uhu-Pärchen und einem Kap-Uhu-Pärchen hat der gebürtige Fehringer ein Flecken-Uhu-Pärchen und Sibirische Uhus (die größten der Welt). Die Volieren, wie die Vogelkäfige genannt werden, hat der gelernte Tischler selbst gebaut "sie sind doppelt so groß wie gesetzlich vorgeschrieben", betont Kornschober.

Gemeinsam mit Wissenschaftern der TU Graz, wo er seit zwei Jahren arbeitet und eigentlich Inspektionen macht, hat er ein Messinstrument entwickelt, mit dem es möglich ist, das Verhalten der Eulen von der Eiablage bis zum Schlüpfen der Jungtiere zu erforschen. Es ist mit speziellen Sensoren ausgestattet, hat und - das ist der Clou - die Form eines Eis und wird den Vögeln ins Nest gelegt. Quasi wie ein Kuckucksei. Sie behandeln es, als wäre es ihr eigenes.

"Ich will damit kein Geld verdienen"
Es gibt bereits einen Prototypen. Da vor ihm niemand auf diese Idee gekommen ist, lässt er sie gerade patentieren. Das falsche Ei kann bei allen Tieren, die Eier legen, eingesetzt werden. "Ich will damit kein Geld verdienen", sagt Kornschober, "es soll von Forschungsinstituten auf der ganzen Welt genutzt werden, um neue Erkenntnisse über vom Aussterben bedrohte Tierarten zu bekommen."

Ernst Grabenwarter, Kronen Zeitung

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