Di, 12. Dezember 2017

Hund ohne Leine

19.03.2017 18:53

Zweimal von Schäfer gebissen

Ein Osttiroler versteht die Welt nicht mehr: Schon zweimal wurde er beim Spazieren in der Gemeinde Nußdorf-Debant vom selben Schäferhund angefallen und gebissen. Doch die Behörde bleibt untätig. Seine Verletzungen seien nicht schwerwiegend genug, um ein Verfahren gegen die Hundehalterin einzuleiten, heißt es.

Der 69-jährige Herbert K. war Anfang Februar mit seinem Yorkshire Terrier auf einem Feldweg unweit seines Wohnhauses in Nußdorf-Debant unterwegs, als es passierte: "Bereits von Weitem sah ich den Schäfer auf uns zustürmen. Das Tier war nicht angeleint und es reagierte auch nicht auf die Kommandos der Besitzerin", schildert der Pensionist die dramatischen Augenblicke: "Der Schäfer ging zuerst auf meinen Hund und dann auf mich los." K. erlitt mehrere Bissverletzungen. "Ich verständigte die Polizei, weil es ja nicht das erste Mal war, dass ich gebissen wurde." Schon vor einem Jahr hatte der Schäferhund der Mann auf demselben Weg angefallen. "Auch damals war er nicht angeleint. Der Hundehalterin ist das anscheinend alles egal. Aber so geht das auch nicht."

Der Osttiroler ärgert sich aber auch über die Behörden, die tatenlos zusehen. "Vergangene Woche bekam ich ein Schreiben von der Bezirksanwaltschaft, dass das Verfahren gegen die Hundebesitzerin eingestellt worden sei. Meine Verletzungen seien nicht schwer genug gewesen", zitiert Herbert K. aus dem Brief.

Und er fragt sich: "Muss denn immer erst etwas Schlimmes passieren, damit sich etwas ändert? Nicht auszudenken, wenn das Tier auf Kinder losgeht, die dort ebenfalls unterwegs sind."

Der Osttiroler will aber nicht aufgeben und kündigt eine Schmerzensgeldklage gegen die Hundehalterin an.

Alexander Schwab, Kärntner Krone

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