So, 17. Dezember 2017

Flachgauer in U-Haft

19.03.2017 14:28

Ein Auftrags-Mord aus Liebe?

Zwei Männer lieben die selbe Frau. Eifersucht, Neid und Hass keimt. Bis einer einen Auftragsmörder aufsucht. Nein, keine Fiktion, sondern das echte Leben. Hier in Salzburg passiert. Ein Unternehmer (45) sitzt deswegen seit Monaten in U-Haft. Die Anklage folgt in den nächsten Tagen, wie es aus Justizkreisen heißt.

Wollte der Flachgauer seinen Nebenbuhler töten lassen? Diese Frage kann letztlich nur das Gericht beantworten. Angeklagt wird der Unternehmer jedenfalls sehr bald. Ein spektakulärer Prozess erwartet Salzburg. Wie der filmreife Krimi begann, ist unklar, geendet hat es jedenfalls um den 18. Oktober 2016: Da holten Polizisten die Eisenfesseln raus, nahmen nach klaren Indizien den Verdächtigen fest. Vorwurf: Mordversuch. Aber als Anstifter. U-Haft in Puch. Davor soll sich der Beschuldigte in zwielichtigen Kreisen bewegt haben. Auf der Suche nach einem Auftragsmörder. Ziel: der Nebenbuhler, ein Beamter. Ein Osteuropäer nahm den Auftrag an ein niedriger zweistelliger Tausender-Betrag wechselte den Besitzer.

Doch wie das Leben manchmal spielt, starb der Auftragsannehmer unverrichteter Dinge bei einem Verkehrsunfall in Oberösterreich. Der 45-Jährige soll sich aber einen Neuen gesucht haben. Wieder soll ein Batzen Geld geflossen sein. Doch auch dieses Mal wurde der Auftrag nicht ausgeführt: Dem zweiten Beauftragten, einem Tschetschenen, ist die Sache offensichtlich zu heiß geworden. Er plauderte. Irgendwann bekam die Polizei den richtigen Tipp. Den Rest machte ein verdeckter Ermittler, der sich als kaltblütiger Krimineller ausgab und so einen klaren Beweis für die Festnahme des beschuldigten Unternehmers lieferte. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Mutmaßliche Auftraggeber hat bekannte Verteidiger
Wann dieser unglaubliche Kriminal-Fall Eingang in die Salzburger Gerichtssäle findet, kann derzeit nur erahnt werden. Ein paar Monate wird es sicher noch dauern. Das Opfer, der Nebenbuhler, wird von Rechtsanwalt Stefan Rieder (Weißer Ring) vertreten. Der mutmaßliche Auftraggeber hat zwei bekannte Salzburger Verteidiger: Kurt Jelinek und Hans Peter Bauer.

Antonio Lovric, Kronen Zeitung

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