Di, 12. Dezember 2017

Deutsche Bundesliga

19.03.2017 12:47

Erste Krise! Warum RB Leipzig an Boden verliert

Wo ist sie hin? Diese Leichtigkeit mit der RB Leipzig im Herbst von Sieg zu Sieg eilte, zum Sensations-Aufsteiger avancierte und den Bayern erhebliche Konkurrenz im Rennen um den Meistertitel machte. Verflogen. Die Elf von Ralph Hasenhüttl kommt im neuen Jahr nicht in die Gänge und verlor am Samstag mit 0:3 gegen Werder Bremen (siehe Video oben). Jetzt zittert Leipzig sogar um die Teilnahme an der Champions League. Wo liegen die Gründe für die Formkrise?

12 Siege, nur zwei Niederlagen, 39 Punkte. Leipzigs Bilanz in der Herbstsaison liest sich meisterlich, doch jetzt stürzt der Aufsteiger ab. Gegen Bremen kassierten die Leipziger die zweite Niederlage in Folge, bereits die vierte in diesem Jahr. Der Vorsprung auf Borussia Dortmund schrumpft. Dass das Team von Ralph Hasenhüttl nach wie vor Platz zwei belegt, ist nur der Inkonstanz der direkten Konkurrenz geschuldet.

Die Erklärung für die Niederlage gegen Werder Bremen fiel für Hasenhüttl eher simpel aus: "Wir haben unsere Chancen nicht gemacht und Werder trifft mit zwei Kunstschüssen."

Scheint Leipzigs Geheimrezept geknackt? Es ist offensichtlich, dass sich die Gegner besser auf den Aufsteiger eingestellt haben. Werder versuchte über weite Strecken Leipzigs Angriffspressing zu unterbinden und spielte aus der Abwehr fast keine flachen, kontrollierten Bälle ins Mittelfeld.

"Haben keinen Code"
"Wir haben keinen Code. Das würde ja bedeuten, dass wir in der Hinrunde immer gleich gespielt hätten. Wir haben aber ständig andere Herangehensweisen gewählt", betonte Hasenhüttl in einem Interview mit der deutschen Zeitung "Weser Kurier". Für den Steirer ist es ein ganz normaler Prozess. Oft hatte er davor gewarnt und auch die Spekulationen um den Meistertitel immer kritisch betrachtet. "Wir sind nicht so frei, um die Tore mit der Selbstverständlichkeit herauszuspielen wie in der Hinrunde".

Zudem kassieren die Leipziger zu viele Gegentore und im Spielaufbau fehlt es an Ideen. Während die "Bullen" in der Hinrunde sechsmal ohne Gegentor blieben, bekommen sie in der Rückrunde in jedem Spiel mindestens eines. "Wir erarbeiten uns das Glück momentan ein Stück zu wenig! Jetzt heißt es, die Länderspielpause gut nutzen und Kraft tanken", forderte Hasenhüttl. Auch die Fitness spiele eine Rolle: "Durch die vielen Spiele merkt man, dass der eine oder andere nicht mehr so frisch ist."

Leipzig ist laut Statistik im Bundesliga-Mittelmaß angekommen: Nur zehn Punkte aus acht Rückrunden-Spielen. Bei Marcel Sabitzer schrillen die Alarmglocken: "Wir müssen aufpassen, dass wir es nicht noch verbocken."

Stefanie Riegler
Redakteurin
Stefanie Riegler
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