Sa, 26. Mai 2018

Abgewiesen

31.10.2006 19:02

Spital schickt Frau mit Schlaganfall nach Hause

Tragischer Fall in Wien-Landstraße: Die Tochter von Rosa D. fand ihre 81-jährige Mutter in der Wohnung am Boden liegend - sie klagte über Sehstörungen und Kopfschmerzen. Sogleich brachte die Tochter die betagte Dame in die Rudolfstiftung, wo Rosa D. schon öfters wegen verschiedener Gebrechen behandelt worden war.

Dort wurde die 81-Jährige mittels Computer-Tomograph untersucht. Weil die Mediziner nichts Auffälliges entdeckten, wurde Rosa D. vom Oberarzt der Aufnahmestation gleich wieder nach Hause geschickt.

Zurück in der Wohnung, klagte die Mutter erneut über Beschwerden. Die Tochter rief den Ärztenotdienst. Dort tippte man auf einen Schlaganfall und riet, die Frau schnellstens ins Krankenhaus zu bringen.

"Haben alles getan"
Die Tochter rief darauf die Rettung. Diese brachte Rosa D. ins Kaiser-Franz-Josef-Spital. Mittels Magnet-Resonanz-Tomographie stellen die Ärzte tatsächlich einen Schlaganfall fest. Und das nur kurze Zeit nachdem die Seniorin in der Rudolfstiftung abgewiesen worden war. Dort heißt es, man hätte alles getan. Diese total untypische Art des Schlaganfalls wäre mittels Computer-Tomograph nicht zu erkennen gewesen.

Schützenhilfe bekommen die Ärzte der Rudolfstiftung vom renommierten Leiter der Neurologie im Kaiser-Franz-Josef-Spital, Wolfgang Grisold: "Ein echter Ausnahmefall. So was kommt bestenfalls einmal im Jahr vor."

VON ALEX SCHÖNHERR, BILD: MARTIN JÖCHL

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