Di, 24. Oktober 2017

Bremsen waren defekt

18.03.2017 17:06

Rätsel um Bad Vöslauer „Geisterzug“ gelöst!

Es waren vier defekte Handbremsen! Rund eine Woche nach dem jüngsten "Geisterzug"-Fall von Bad Vöslau in Niederösterreich ist das Rätsel gelöst. Wie "Krone"-Recherchen ergaben, hatten sich gleich alle vier Handbremsen des 19 Waggons umfassenden Zuges gelöst. Ursache: Schlechte Stahlqualität der in Tschechien gefertigten Bremsen!

Somit kam zumindest beim ersten von drei mysteriösen "Geisterzug"-Rätseln Licht ins Dunkle. Wie berichtet, rollte im Morgengrauen des 9. März ein mit Stahl beladener Zugskonvoi mit 25 km/h von Bad Vöslau 13 Kilometer weit bis nach Thallern. Nur dank sofortiger ÖBB-Sicherheitsmaßnahmen - alle Schranken wurden geschlossen und Züge umgeleitet - konnte ein Unglück während der 25-minütigen Gespenster-Fahrt verhindert werden.

Sicherheitsvorkehrungen verschärft
Untersuchungen der 19 Waggons zeigten, dass zwar alle vier der optisch an Lenkräder erinnernden Handbremsen gesichert waren. Doch da der Zug ein paar Tage lang gestanden war, hatten sich die offenbar aus minderwertigem Stahl in Tschechien gefertigten Festhalteeinrichtungen gelöst. Die Bundesbahnen regierten sofort und ordneten an, dass bei allen abgestellten Zügen in Österreich zusätzlich auch "Hemmschuhe" zur Sicherung angebracht werden müssen.

Zwei Zugunglücke werden weiter untersucht
Nach wie vor offen ist hingegen die Ursachenforschung bei den beiden anderen Zugunfällen von Wieselburg - im Oktober des Vorjahres erlitten zwölf Personen Verletzungen - und des Zwischenfalls von Wien-Penzing im November 2016.

Christoph Matzl, Kronen Zeitung

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