Mo, 20. November 2017

Merkel bei Trump

17.03.2017 21:01

Peinlicher Moment durch verweigerten Handschlag

Zu einem peinlichen Moment ist es beim ersten Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und der deutschen Kanzlerin Angela Merkel im Weißen Haus gekommen. Der mächtigste Mann der Welt verweigerte dabei im Oval Office vor Fotografen den Handschlag, obwohl diese mehrfach danach verlangten.

Bei der Ankunft der deutschen Politikerin und auch nach der gemeinsamen Pressekonferenz hatte Trump Merkel mehrfach die Hand geschüttelt, in diesem Moment im Oval Office lehnte er aber diese Geste einfach ab.

Das restliche Treffen verlief hingegen überraschend herzlich, die deutsche Kanzlerin bedankte sich sogar für den "warmherzigen Empfang".Trotz vieler Differenzen wollen die beiden grundverschiedenen Politiker in Handelsfragen und bei der Lösung des Ukraine-Konfliktes eng zusammenarbeiten.

Trump betonte am Freitag, dass alle NATO-Mitglieder ihre finanziellen Verpflichtungen für das Bündnis erfüllen müssten und meinte damit wohl auch Deutschland. Die Bundesrepublik erfüllt derzeit ihre Zusage, zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes für die Verteidigung auszugeben, wie viele andere Bündnispartner nicht. Merkel sicherte Trump zu, die deutschen Verteidigungsausgaben weiter zu erhöhen. Deutschland habe sich auf das NATO-Ziel verpflichtet, bis 2024 die Zwei-Prozent-Grenze zu erreichen.

Merkel pocht auf fairen Handel
Bei der gemeinsamen Pressekonferenz hob Merkel außerdem die Notwendigkeit eines fairen Handels zwischen Deutschland und den USA hervor. Sie machte deutlich, dass Freizügigkeit gerade auch für die deutsche Wirtschaft wichtig sei. Zudem würde sie sich freuen, wenn die von Trump abgelehnten Verhandlungen über das europäisch-amerikanische Freihandelsabkommen TTIP wieder aufgenommen werden könnten.

Bei dem Besuch stand die Drohung Trumps im Raum, die USA mit Strafzöllen gegen deutsche und andere ausländische Produkte abzuschotten. Die USA waren 2016 größter Absatzmarkt für Produkte "Made in Germany". Washington stört sich aber schon länger am deutschen Handelsüberschuss von 49 Milliarden Euro. Trump sagte am Freitag gleichwohl, er erwarte "großartige Handelsbeziehungen mit Deutschland". Er betonte: "Wir wollen Fairness, keine Siege."

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