Sa, 18. November 2017

„New Glenn“

19.03.2017 06:31

Blue Origin macht mit Rakete SpaceX Konkurrenz

Große Pläne hat Blue Origin, das private US-Raumfahrtunternehmen von Amazon-Gründer Jeff Bezos: Bis zum Ende dieses Jahrzehntes will es eine wiederverwendbare und besonders leistungsstarke Rakete namens "New Glenn" in Betrieb nehmen. Sie soll nicht nur bis zu 45 Tonnen Fracht tragen können, sondern - wie die "Falcon 9" des Konkurrenten SpaceX - wieder sicher und aufrecht auf der Erde aufsetzen (siehe Video).

Obwohl wiederverwendbar soll die "New Glenn" - sie soll der "New Shepard" von Blue Origin folgen, deren bemannte Testflüge für heuer geplant sind - leistungsmäßig sogar die nächste Generation von Einwegraketen wie beispielsweise die "Ariane 6" übertreffen.

Die Mehrfachnutzung der bis zu 95 Meter hohen Rakete, die nach dem NASA-Astronauten und späteren Senator John Glenn benannt ist, soll laut New Origin bis zu 100-mal ins Weltall fliegen können. Mit einem Durchmesser von rund sieben Metern ist die "New Glenn" nur etwas schmaler als die "Saturn-V"-Rakete des NASA-Mondprogramms, die 110 Meter hoch war und einen Durchmesser von zehn Metern hatte.

Einen ersten Erfolg konnt Bezos bereits verbuchen. Anfang März kündigte Blue Origin an, den französischen Eutelsat-Konzern als ersten Kunden für einen Satelliten-Start gewonnen zu haben. "Wir könnten uns keinen besseren Partner wünschen", erklärte der Amazon-Chef im Rahmen einer Fachmesse in Washington. Eutelsat-Chef Rodolphe Belmer gab dort 2021 als Zieldatum für den ersten Start an, Einzelheiten des Vertrags wurden aber nicht bekannt.

Normalerweise zerbersten die Hunderte Millionen Dollar teuren Raketen komplett und stürzen als Schrott ins Meer. Langfristiges Ziel von Blue Origin und SpaceX ist es daher, Teile der Trägerraketen wiederzuverwenden, was viel Geld spart. Geht es nach SpaceX-Chef Elon Musk, dann sollen schon in naher Zukunft vollständige Trägerraketen zwischen Erde und dem Weltall pendeln.

Wilhelm Eder
Redakteur
Wilhelm Eder
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