Mo, 23. April 2018

Stundenlange Qual

17.03.2017 19:09

Mann peitschte Freundin zu Tode - nur 5 Jahre Haft

Weil er seine Freundin zu Tode gepeitscht hat, muss ein 51-jähriger Mann in Deutschland für fünf Jahre ins Gefängnis. Der Mann hatte die "Schwer verliebt"-Kandidatin laut eigener Aussage nackt am Bett festgebunden und mit einer selbstgebauten Peitsche bestehend aus Fiberglas und Lederriemen geschlagen. Die Frau erlag nach stundenlanger Qual ihren Verletzungen.

Das Landgericht Neubrandenburg verurteilte den 51-Jährigen am Freitag wegen Körperverletzung mit Todesfolge, billigte ihm jedoch eine verminderte Schuldfähigkeit zu, wie ein Sprecher des Gerichts mitteilte.

Der Mann hatte seine Freundin im Sommer 2016 in seinem Haus gefesselt und mit einer Peitsche geschlagen. Nach den Peitschenhieben soll er der gefesselten Frau Wasser zum Trinken verweigert haben. Die 32-Jährige starb schließlich an ihren Verletzungen.

Sonderling verdächtigte Freundin der Spionage für den BND
Vor Gericht schwieg der in seinem Dorf als Sonderling geltende Täter. Gegenüber der Kriminalpolizei hatte er unter anderem erklärt, er habe die Frau verdächtigt, ihn im Auftrag des Bundesnachrichtendienstes auszuspionieren. Nach Ansicht des Gerichts wollte er die Frau verletzen, aber nicht töten. Er selbst hatte bei seiner Einvernahme gegenüber den Beamten von "Folter" gesprochen.

Tod der 32-Jährigen blieb zwei Monate lang unbemerkt
Das Paar hatte sich über das Internet kennengelernt. Die 32-Jährige, die als Kandidatin an der Sat.1-Kuppelshow "Schwer verliebt" teilgenommen hatte, war erst wenige Monate vor ihrem Tod aus Rheinland-Pfalz zu ihrem neuen Bekannten nach Mecklenburg-Vorpommern gezogen. Ihr Tod blieb rund zwei Monate lang unbemerkt. Polizisten entdeckten die Leiche, als sie von Nachbarn wegen Ruhestörung zum Haus des 51-Jährigen gerufen wurden.

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