So, 19. November 2017

Ausgewildert

17.03.2017 16:03

Neues Luchspärchen für den Nationalpark

Wildernde Jäger hätten - wie ausführlich berichtet - beinahe die Wiederansiedelung von Luchsen im Nationalpark Kalkalpen zu Fall gebracht. Es waren zuletzt nur noch ein Männchen und drei Weibchen übrig! Jetzt springt einmal mehr die Schweiz als Retter des Luchsprojektes ein. Die Eidgenossen schickte ein Raubkatzenpärchen nach OÖ, das gestern, Freitag ausgewildert wurde.

Ursprünglich bestand sogar die Gefahr, dass Oberösterreich wegen der Wilderei-Abschüsse keine neuen Tiere mehr aus dem Ausland bekommt. "Doch nun freuen wir uns über den Zuzug von Kuder Juri und Katze Aida", frohlockt man im Nationalpark Kalkalpen. Das Luchspärchen wäre eigentlich für die Übersiedelung in den deutschen Pfälzerwald bestimmt gewesen. Weil sich dort aber die Abnahme verzögert hatte, wurden die beiden Tiere dem Nationalpark Kalkalpen angeboten.

Juri und Aida waren Anfang März im Süden des Schweizer Kantons Jura eingefangen worden, wurden dann in Quarantäne gehalten. Sie sind weder miteinander, noch mit den verbliebenen Tieren in Oberösterreich verwandt, sodass eine genetisch gesunde Population möglich ist, freut sich Franz Sieghartsleitner vom Nationalpark Kalkalpen.

Finanziert wird der Erwerb des Luchspärchens mit dem Schadenersatz, zu dem das wildernde Linzer Jäger-Ehepaar verurteilt worden ist. Freitag um 16 Uhr wurden die Luchse ausgewildert.

Johann Haginger, Kronen-Zeitung

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