Mo, 23. April 2018

Viele zivile Opfer

17.03.2017 10:42

Syrien: Moschee durch US-Luftangriff zerstört?

Die US-Streitkräfte haben die Verantwortung für einen tödlichen Angriff in Syrien übernommen, bei dem laut Angaben von Aktivisten eine Moschee getroffen wurde. Das zuständige US-Zentralkommando (Centcom) erklärte am Donnerstag, Ziel des Angriffs sei ein Treffen von Extremisten des Terrornetzwerks Al-Kaida in einem Dorf nahe der umkämpften Stadt Idlib gewesen. Ein Gotteshaus sei nicht gezielt angegriffen worden.

"Wir haben keine Moschee angegriffen, aber das Gebäude, auf das wir gezielt haben - wo das Treffen stattgefunden hat - ist etwa 15 Meter von einer Moschee entfernt, die noch steht", sagte Centcom-Sprecher John Thomas. Vorwürfen, wonach es bei dem Angriff "zivile Opfer" gegeben habe, würden überprüft. Das Centcom ist das Zentralkommando der US-Truppen im Nahen und Mittleren Osten.

Pentagon: "Luftangriff auf Versammlung von Al-Kaida"
In der Centcom-Erklärung hieß es, dass "die US-Streitkräfte einen Luftangriff auf eine Versammlung von Al-Kaida in der Provinz Idlib ausgeführt haben, bei dem mehrere Terroristen getötet wurden". Der Sprecher sagte anschließend, dass der genaue Ort des Luftangriffs unklar sei, es sich aber wohl um denselben Angriff handle, der die Moschee im Dorf Al-Jannah in der Nachbarprovinz Aleppo getroffen habe.

Laut der Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden bei Luftangriffen auf die Moschee in dem Dorf mindestens 42 Menschen getötet und mehr als 100 weitere verletzt. Das Gotteshaus in Al-Jinnah im Westen der Provinz Aleppo sei während des Abendgebets angegriffen worden, sagte der Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman. Die meisten der Opfer seien Zivilisten. Auf Bildern, die von Rebellen vorgelegt wurden und die angeblich den Angriffsort und die Moschee zeigten, war entgegen den Angaben des Centcom-Sprechers ein völlig zerstörtes Gebäude zu sehen. Zudem zeigten Rettungskräfte Raketenteile, die auf US-Munition hindeuteten.

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