Sa, 16. Dezember 2017

Nach Zechtour

16.03.2017 15:48

Urlauber muss 2200 Euro für Suchaktion zahlen

Eine große Suchaktion nach einem verschwundenen Iren am Montag und Dienstag in der Stadt Salzburg dürfte für den Urlauber teuer werden: Der 37-Jährige war am Wochenende nach einer Lokaltour mit drei Landsmännern nicht mehr in sein Hotel zurückgekehrt. Weil er am Montag auch zum Rückflug nach Irland nicht auftauchte, meldeten ihn seine Freunde als vermisst.

Die Polizei startete eine Suche und setzte dabei auch einen Hubschrauber ein. Später wurden vier Mann der Bergrettung hinzugezogen, die den Kapuzinerberg abgingen. Verschärft wurde die Situation auch durch die Tatsache, dass der Mann wichtige Medikamente in seinem Hotelzimmer ließ und nicht bei sich hatte. Auch seine Schwester reiste extra nach Salzburg.

15 Wasserretter im Einsatz
Die Polizei forderte schließlich auch die Wasserrettung an, um die Salzach im Stadtgebiet abzusuchen. 15 Wasserretter standen stundenlang im Einsatz und scannten den Grund der Salzach von der Mauer des Kraftwerks Lehen bis zur Staatsbrücke mit zwei Sonarbooten ab. Auch Rettungstaucher standen in Bereitschaft.

Urlauber war auf Zechtour
Am Mittwoch konnte schließlich Entwarnung gegeben werden: Der Ire wurde von der Polizei aufgegriffen. Er hatte offenbar eine ausgedehnte Zechtour gemacht und war nicht auf die Idee gekommen, sich zu melden.

2200 Euro Kosten
Alleine der Einsatz der Wasserrettung kostet den Urlauber nun 1700 Euro, die Bergrettung dürfte dem Mann weitere rund 500 Euro in Rechnung stellen. "Wer sich drei Tage lang in der Stadt aufhält und Freunden und Familie kein Lebenszeichen gibt, muss mit einer Vermisstenanzeige und einer Suchaktion rechnen", so der Bezirkseinsatzleiter der Wasserrettung, Dieter Strohmayer.

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