Sa, 20. Jänner 2018

Es gibt Hilfe

23.03.2017 06:00

Hämorrhoiden: Ein heikles Problem ...

Juckreiz, Nässen und Blut am Stuhl - Hämorrhoidenleiden müssen nicht einfach hingenommen werden, es gibt Hilfe. Mehr als die Hälfte der Menschen über 50 Jahren sind davon betroffen. Um eventuelle andere Erkrankungen des Darms auszuschließen, sollte man unbedingt ein Arzt aufsuchen.

Hämorrhoiden selbst sind keine Erkrankung, sondern die anatomische Bezeichnung der von Arterien und Venen durchzogenen Gefäßpolster im Afterbereich. Erst wenn diese Beschwerden wie Schwellung, Hervortreten und Blutungen verursachen, sollten die "Krampfadern" am Darmausgang behandelt/operiert werden. Je nach Stadium kann nur der proctologisch geschulte Arzt entscheiden, welche Therapie eingeleitet wird. Im ersten Stadium erfolgt die Behandlung in Form vom Cremen, Diätberatung sowie durch Medikamente, die an der Feindurchblutung und dem Stoffwechsel der Hämorrhoiden ansetzen.

Wann wird operiert?
In weiter fortgeschrittenen Stadien kommen folgende Operationen zum Einsatz. Univ.-Prof. Dr. Albert Tuchmann, Facharzt für Chirurgie aus Wien, erklärt die Methoden:

  • Hämorrhoidektomie: Dabei werden die Knoten in Vollnarkose entfernt.

  • Ultraschallgezielte Hämorrhoidalarterienligatur und Raffung der Mastdarmschleimhaut (HAL+RAR): Diese Technik eignet sich besonders für Hämorrhoiden des Stadiums II und III. Durch diesen minimal invasiven Eingriff bilden sich die Knoten in wenigen Wochen zurück.

  • Staplerhämorrhoidektomie nach Longo: Bei dieser ebenfalls weniger invasiven Behandlung wird mit einem sogenannten Klammernahtapparat die Mastdarmschleimhaut an der betroffenen Stelle ausgeschnitten und gleichzeitig "zugeklammert".

Wichtig nach jeder Operation ist die Nachbehandlung in Form von Sitzbädern, Duschen und Schmerztherapie. Außerdem sollte auf weichen Stuhl geachtet werden.

Karin Rohrer, Kronen Zeitung

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