Fr, 24. November 2017

Betrüger am Werk:

16.03.2017 09:18

Pensionisten sollen erfundene Schulden tilgen

Gemeiner Betrug: Telefonisch geben sich die Täter als Juristen aus und machen angeblich offene Rechnungen über mehrere tausend Euro geltend. Falls die Opfer einen Teil des Betrags mit Prepaid-Karten begleichen, seien die Schulden erlassen. Konsumentenschützer raten: "Bei Anruf Anzeige erstatten!"

Als Opfer nehmen die Kriminellen derzeit meist Pensionisten ins Visier. Wie beispielsweise Margarete S. aus St. Pölten. Als bei der 80-Jährigen das Telefon klingelte, meldete sich ein angeblicher Rechtsanwalt aus Deutschland, welcher der verdutzten Rentnerin erklärte, sie habe seit neun Jahren die Raten für ein damals abgeschlossenes Zeitschriften-Abo nicht bezahlt. 6000 Euro seien zu begleichen. Dann das Angebot des vorgeblichen Juristen: Sollte S. 600 Euro mittels Prepaid-Karte einer Art elektronischer Geldbörse, die etwa in Trafiken zu kaufen ist flüssig- machen, sei das Problem aus der Welt geschafft.

"Solche Fälle häufen sich in Niederösterreich", weiß Markus Wieser. Der Präsident der Arbeiterkammer warnt: Das sind Betrüger am Werk, die ältere Menschen über den Tisch ziehen." Bei dubiosen Anrufen solle man gleich die Polizei einschalten. "So wie Margarete S. in St. Pölten, die den Betrügern nicht auf den Leim gegangen ist", berichtet Wieser.

Christoph Weisgram, Kronen Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden