Do, 18. Jänner 2018

Domain-Klau

16.03.2017 08:57

Beschwerden gegen Cyberpiraten auf Rekordniveau

Cyberpiraten können Markenbesitzern und Prominenten das Leben schwer machen: Sie sichern sich Domain-Namen, die denen der Promis oder Firmen sehr ähnlich sind. Was dann auf diesen vermeintlich echten Websites passiert, kann den Ruf der Betroffenen aufs Spiel setzen. 3036 Menschen und Unternehmen haben sich laut Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) dagegen im Jahr 2016 zur Wehr gesetzt - so viele wie nie zuvor.

Die WIPO mit Sitz in Genf erhielt zehn Prozent mehr Beschwerden als 2015. Am aktivsten war der US-Tabakkonzern Philip Morris mit 67 Beschwerden. Wie oft Piraten sich Domain-Namen von anderen sichern, ist unbekannt. Die Zahl der Fälle, die bei der WIPO als Beschwerde auflaufen, sei sicher nur die Spitze eines Eisbergs, meinte ein Sprecher.

Manche dieser Cyberpiraten wollen von der Prominenz der Berühmten profitieren und Besucher auf ihre eigene Website locken. Andere wollen Geschäfte machen: Sie bieten Firmen oder Promis, deren Namen sie sich gesichert haben, die Domain gegen Bares an. Wie viele Firmen zahlen statt auf ein Schiedsverfahren zu warten, ist unbekannt.

Die WIPO bestellt bei Beschwerden Schiedsleute, die die Dispute lösen - in den allermeisten Fällen zugunsten der bekannten Marken, wie Organisationschef Francis Gurry sagte. Die Domain-Namen gehen dann an den rechtmäßigen Besitzer. "Es gibt in diesem Bereich viel Potenzial für Unfug", so Gurry. Einen Domain-Namen zu registrieren, dauere wenige Sekunden und koste fast nichts. Seit Beginn der WIPO-Schiedsverfahren 1999 wurden 36.000 Beschwerden vorgebracht.

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