Mi, 22. November 2017

„Wimmer schneidert“

16.03.2017 08:16

Crowdfunding für Salzburger Trachten

Übersichtlicher, größer und gemütlicher soll bald die Schneiderei der Familie Wimmer in Schleedorf werden. Schon Ende März soll der Erweiterungsbau in Betrieb gehen. Ungewöhnlich dabei: Finanziert wurde der Ausbau auch mit Crowdfunding.

"Wir haben im Vorjahr eine Trachtenmusikkapelle im Gasteiner Tal eingekleidet", so der 21-jährige Leonhard Wimmer aus Schleedorf: "Und dabei einen Tipp für den Ausbau unserer Firma bekommen: ,Macht es doch wie unsere Schlossalm-Bahnen‘, hat man uns geraten: Versucht es doch mit Crowdfunding." "Wimmer schneidert", ein seit dem Jahr 1741 in Schleedorf ansässiger Familienbetrieb in bereits zehnter Generation ist nämlich gerade dabei, das alte Schneider-Haus (Mojser-Gütl) direkt neben dem Neubau zu revitalisieren und es gleichzeitig auch durch einen Verbindungs-Trakt aus Glas an das neue Firmengebäude anzuschließen: "Wir platzen mit unserem Betrieb momentan schon aus allen Nähten, so können wir bald unsere Trachten und Lederwaren unseren Kunden in netter Atmosphäre und nicht mehr so dicht gedrängt präsentieren."

165.000 € kamen bisher bereits mit der Crowdfunding-Plattform 1000x1000.at zusammen, maximal 250.000 € will man mittels diesem Bürger-Beteiligungsmodell investieren: "Natürlich hat uns auch die Bank mit günstigen Krediten unterstützt", so Leonhard Wimmer: "Aber beim Crowdfunding-Modell geht es uns mehr darum, unsere Kunden langfristig an das Haus zu binden."

500 bis 10.000 Euro können investiert werden
Von 500 bis 10.000 Euro kann man pro Person investieren und dabei maximal 7 % in Gutschein-Form erlösen. Der Vorteil: Diese Gutscheine können auch an Dritte weiter gegeben oder als Geschenk verwendet werden. Mit ihnen kann man dann alle Wimmer-Produkte sowohl im Schleedorfer Stammgeschäft als auch im Rochushof in Salzburg-Maxglan erwerben. Bis Ende März kann man noch Anteile zeichnen, schon am 27. März will Familie Wimmer den Neubau feierlich eröffnen. Mit größerer Schneiderwerkstatt und endlich genug Platz in den Verkaufsräumen, wo sich bisher oft Berge von Trachten und Lederjacken türmten.

Wolfgang Weber, Kronen Zeitung

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