Fr, 24. November 2017

Gerichtsmediziner

15.03.2017 16:37

Das Geheimnis des Linzer Skeletts

Er schaut dem Tod auf die Finger: Fabio Monticelli leitet seit Jahresbeginn die Salzburger Gerichtsmedizin, die auch Oberösterreich mitbetreut. Der Kriminalist im Arztkittel versucht derzeit das Rätsel um den mysteriösen Skelettfund in der Linzer Keferfeld-Siedlung zu lösen - mit überraschenden Erkenntnissen.

Der unheimliche Skelettfund in einer Baugrube am Linzer Stadtrand sorgt für viele Spekulationen. Was ist der aktuelle Wissensstand der Gerichtsmedizin?
Die Untersuchungen laufen noch. Wichtig ist, dass es sich nicht um ein vollständiges Skelett handelt.
Bekanntlich wurde dort ja kein Kopf gefunden.
Die Sache ist noch komplizierter: Bei dem Linzer Fund handelt es sich nicht um ein Skelett, sondern um dreißig bis vierzig  Knochenfragmente, Röhrenknochen und Teile des Beckens. Wir müssen außerdem schauen, ob diese Knochen zu einem einzigen Skelett gehören oder sogar zu mehreren.
Das wird ja immer gruseliger - und spannender! Kann man schon sagen, wie alt die Knochen sind? Es gibt ja verschiedenste Spekulationen. Urspünglich hieß es von der Polizei, es sei ein Friedhofsfund. Das soll falsch sein.
Derzeit kann man das Alter der Gebeine noch nicht genau eingrenzen. Sie dürften jedenfalls mehr als hundert Jahre alt sein.
Das ist nur geschätzt.
Genauer kann man das erst nach eingehender Untersuchung sagen. Das geschieht in einem mehrstufigen Verfahren und je nach behördlichem Interesse. Da sind dann die Anthropologen gefragt. Für die Staatsanwaltschaft sind nur eventuelle strafrechtliche Erkenntnisse wichtig.


Interview: Christoph Gantner

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