Di, 21. November 2017

Kids plötzlich im TV

15.03.2017 11:50

Live-Interview gecrasht: Clip erobert Web im Sturm

Dieses Video hat das Internet im Sturm erobert: die kleine Marion und Baby James, die das Live-Interview ihres Vaters, des Politikprofessors Robert E. Kelly, crashen. Millionen sahen den Clip mittlerweile, viele bezeichnen ihn als "das beste Video, das man in der nächsten Zeit sehen wird können". Nun hat sich die schlagartig berühmte Familie zu den Momenten geäußert, gab am Mittwoch in ihrer südkoreanischen Heimatstadt sogar eine Pressekonferenz.

Es sei eine "Comedy of Errors", eine "Komödie der Irrungen", gewesen, so Kelly und seine Frau Kim Jung-A, die inzwischen über den Vorfall lachen können. "Wir haben das Video mittlerweile mehrere Male gesehen, wie auch all unsere Freunde und unsere Familien. Wir verstehen jetzt, warum es die Leute urkomisch finden", sagte der Politikprofessor und Korea-Experte in einem diesmal beabsichtigten Familien-Interview, in dem er seine Frau und seine Kinder, die vierjährige Marion und Baby James, offiziell vorstellte.

Seit Freitag sahen Millionen weltweit die BBC-News-Aufzeichnung, in der Kelly ein Live-Fernsehinterview via Skype zur Amtsenthebung von Südkoreas Präsidentin von zu Hause aus gibt. Da die Tür nicht abgeschlossen war - was Kelly normalerweise in solchen Fällen immer macht -, kam plötzlich Marion hineingetanzt, kurz danach wirbelte das acht Monate alte Baby James in einem Laufstuhl herein.

Kelly versuchte zunächst, die Haltung zu bewahren und seine quirlige Tochter beiseite zu schieben, die aber einfach stehen blieb und ihrem Papa weiter zusehen wollte.

Plötzlich kam Kellys Frau hereingestürmt und bugsierte hastig die Kinder raus.

Zwar gab sie sich alle Mühe, nicht im Bild zu erscheinen, doch aufgrund des Standpunktes der Kamera war dies nicht möglich.

Auch wie sie schließlich die Tür schloss, ist zum Schießen.

"Wir hatten Angst, dass die BBC uns nie wieder anrufen wird", sagten Kelly und seine Frau, die gerade mit ihrem Smartphone das Interview vom Fernseher abgefilmt hatte, als sie ihre Tochter im Fernsehen auftauchen sah. Die Kinder waren nur Momente vorher noch mit ihr im Wohnzimmer gewesen. Als sie losgezogen seien, habe sie sich nicht viel dabei gedacht - bis sie eben die Szenen des Live-Berichts sah.

Die kleine Marion sei an diesem Tag supergut drauf gewesen und deshalb so in das Zimmer gehopst. "Sie war in einer Hippiti-Hoppity-Stimmung", erzählte ihr Vater, "Sie war ganz aufgeregt, weil an diesem Tag eine Schulfeier war."

Dass das Video so ein Erfolg werden würde, habe Kelly allerdings nicht gedacht. Seit sechs Jahren gebe er als Korea-Experte - er ist Professor an der Pusan National University im südkoreanischen Busan - Fernsehinterviews, so etwa sei aber zum ersten Mal passiert. "Ich habe einen kleinen Fehler gemacht und habe aus meiner Familie YouTube-Stars gemacht."

"Meine Frau verdient eine Medaille, so wie sie sich um ums kümmert"
Abgesehen von dem Riesenerfolg des Clips hätten er und seine Frau auch ziemlich befremdlich gefunden, dass viele angenommen hatten, dass Kim Jung-A die Nanny sei und nicht die Mutter seiner Kinder. Kim sei eine großartige Mutter, so Kelly am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in der Universität in Busan, der nach der Hauptstadt Seoul die zweitgrößte Stadt Südkoreas. Kim Jung-A "verdiene eine Medaille" dafür, wie toll sie sich um ihn und seine nun berühmten Kinder kümmere.

Heike Reinthaller-Rindler
Chefin vom Dienst
Heike Reinthaller-Rindler
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