Sa, 21. Oktober 2017

"Krone"-Ombudsfrau

15.03.2017 18:00

Ping-Pong-Spiel bei Heizkostenabrechnung

Als Spielball zwischen Hausverwaltung und Fernwärme-Versorger fühlen sich Eigentümer und Mieter einer Wohnhaus-Anlage in Wien-Liesing. Obwohl die Schlichtungsstelle für Wohnen bereits 2016 entschied, dass Heizkostenabrechnungen von mehreren Jahren zu korrigieren sind, ist das bis heute nicht geschehen…

Ihre Wohnungen heizen die Bewohner der Anlage im 23. Bezirk mittels Fernwärme, mit der ihre Hausverwaltung einen Vertrag hat und die Kosten weiterverrechnet. Nach der thermischen Sanierung im Jahr 2012 gab es immer wieder Probleme mit der Heizungsanlage. "Der Wärmebedarf wurde, auch in den Verträgen, nie angepasst, weshalb Wohnungen stark überheizt waren. Außerdem wurden Heizkosten falsch verrechnet", schildert ein Wohnungseigentümer.

Die Betroffenen konnten die Ungereimtheiten nicht direkt klären und schalteten deshalb die Schlichtungsstelle für wohnrechtliche Angelegenheiten ein. Diese entschied im April 2016 unter anderem, dass die Heizkostenabrechnungen der letzten Jahre zu korrigieren sind. "Bis heute ist das nicht passiert. Und weil die Verträge noch nicht adaptiert wurden, leisten wir monatlich zu hohe Heizkosten-Vorauszahlungen", ist ein anderer Betroffener empört. Weil die Bewohner es satt haben, dass die Probleme auf ihre Kosten ausgetragen werden, kontaktierten sie die Ombudsfrau.

Die BUWOG teilte auf Anfrage mit, dass die Probleme mit der Heizungsanlage nach den Vorgaben der Schlichtungsstelle bereinigt worden seien. Das Thema Heizkostenabrechnung sei offen, da Wien Energie auf Aufforderungen, Abrechnungen und Vorauszahlungen zu korrigieren, nicht reagiert habe. Laut Wien Energie habe es jedoch zu keinem Zeitpunkt einen Einspruch zu den Fernwärme-Rechnungen gegeben. Man sei jederzeit bereit, Vertragsänderungen zu besprechen. Am 20. März wollen sich die beiden Parteien nun an einen Tisch setzen und eine Lösung finden, was höchst an der Zeit ist! Die Ombudsfrau wird weiter berichten…

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