Do, 18. Jänner 2018

Schock in Kolumbien

15.03.2017 10:08

Bauern hielten gecrashten Google-Ballon für UFO

Google hat kolumbianischen Bauern einen gehörigen Schrecken eingejagt: Als ein Internetballon aus Googles "Project Loon" vor wenigen Tagen auf ein Feld im zentralkolumbianischen Bezirk Tolima stürzte, glaubten die Bauern zunächst an ein Objekt aus dem All - ein UFO oder einen Satelliten. Erst die herbeigerufene Polizei konnte das mysteriöse Objekt zuordnen.

"Wir haben alle gedacht, dass das ein UFO oder die Überreste eines Raumschiffs waren", zitiert eine Lokalzeitung die Bauern, auf deren Feld der Google-Ballon abgestürzt ist. Der Mann, der das Objekt nahe der Kleinstadt San Luis gefunden hat, erinnert sich laut der britischen BBC: "Es hat geraucht und eine komische Flüssigkeit trat aus."

Polizeikommandant konnte Rätsel lösen
Die kolumbianischen Bauern waren einigermaßen ratlos ob des eigenartigen Hightech-Objekts auf ihrem Acker. Die herbeigerufene Polizei rätselte zunächst ebenfalls, was denn da liegt. Der lokale Polizeikommandant Jorge Esguerra konnte das Rätsel schließlich lösen.

Die Polizei erklärte der aufgebrachten Bevölkerung: "Es ist ein technologisches Gerät, das von Google benutzt wird, um per Ballon in entlegenen Gebieten eine Internetverbindung anzubieten." Der Zwischenfall ist also Teil eines schon länger laufenden Google-Projekts, das Internet in Schwellen- und Entwicklungsländer bringen soll.

Google testet Internet-Ballons, Facebook Drohnen
Google verfolgt sein "Project Loon"-Projekt schon seit 2013 und experimentiert hier mit an der Schwelle zum All schwebenden Ballons, die solarbetrieben Daten empfangen und zur Erde funken. Am Ende soll ein weltumspannendes Ballon-Netzwerk stehen, mit dem jedermann überall ins Netz gelangen kann.

Neben Google verfolgt auch der Rivale Facebook solche Pläne. Während Google auf Ballons setzt, experimentiert Facebook allerdings mit riesigen solarbetriebenen Internetdrohnen. Beide Projekte stecken noch in einer frühen Phase und hatten bereits mit Rückschlägen zu kämpfen. Facebooks Drohne kämpfte beim Jungfernflug mit "strukturellem Versagen", Google hatte schon mehrere Ballon-Abstürze zu beklagen und verursachte in den USA sogar schon einen Stromausfall.

 krone.at
Redaktion
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