So, 19. November 2017

„Airmed“ & „Martin“

14.03.2017 20:47

Pech für Rettungsflieger

Leben retten ist kein einträgliches Geschäft, das zeigte in Oberösterreich in der Vergangenheit die Finanzmisere eines Privatunternehmers in Ebensee, der mit einem Rettungsheli pleite ging. Aber auch der unter der Leitung eines Primar-Arztes im Jahr 2009 in Scharnstein stationierte Rettungshubschrauber "Airmed 2" musste nach etlichen lebensrettenden Einsätzen wieder aufgeben.

Treue "Krone"-Leser erinnern sich noch: Nach einigen Schicksalsschlägen  1992 überlebte Johann Knaus einen Absturz in Pfarrwerfen lebensgefährlich verletzt, 1997 starb sein Vater Johann ("Papst-Pilot") bei einem Flugunfall im Ellmautal stieg Johann Knaus im Jahr 2000 in die Flugrettung ein, eröffnete vier Jahre später einen Stützpunkt in Ebensee. Dort war sein "Martin 3" knapp zwei Jahre lang im Einsatz, bis am 31. Oktober 2006 der Betrieb eingestellt wurde.
Nur drei Jahre später  im Mai 2009  ging in OÖ der "Airmed 2" in die Luft. Unter der Leitung von Primar Dr. Günther Schramp aus Oberpullendorf wurde in Gschwandt ein Stützpunkt für die medizinische Notfallversorgung im Salzkammergut eingerichtet.  Wenig später wurde dieser auf den Flugplatz Scharnstein verlegt, um auch während der Nebelsaison starten zu können. Doch dann traten Probleme auf, der Primar fühlte sich vom Roten Kreuz boykottiert, weil er von diesem nicht alarmiert wurde. Insgesamt absolvierte der "Airmed 2" rund 600  Einsätze.
Infolge hoher Leasingkosten und geringer Tarife für die Einsätze kam dann am
3. Oktober 2010 das Aus.

JOHANNES NÖBAUER

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