Di, 23. Jänner 2018

Vorsicht Betrug

14.03.2017 15:56

Via E-Mail: Fake-Finanzamt auf Abzock-Tour

Vorsicht Abzocke! Genau rechtzeitig zur "Steuererklärungs-Hochsaison" sind auch heuer wieder betrügerische E-Mails im Umlauf. Den Adressaten werden dabei anhand von täuschend echt aussehenden Formularen Geldrückerstattungen von mehreren hundert Euro versprochen. Im Visier der Ganoven: persönliche Daten.

"Sehr geehrter Steuerzahler. Nach den letzten Berechnungen (…) haben wir festgestellt, dass Sie Anspruch auf eine Steuererstattung von 645,21 Euro erhalten sollen. Um Ihre Rücksendung zu erhalten, füllen Sie bitte das Steuerformular im Anhang zu dieser E-Mail aus (…)." Ist auch in Ihren Posteingang schon ein solch verlockendes "Angebot" geflattert? Wenn ja, sollten Sie die Nachricht schnellstmöglich löschen! Denn hinter diesem E-Mail (Absenderadresse: berechnungen@berechnungen.com), das vermeintlich direkt vom Bundesministerium für Finanzen (BMF) kommt, stecken dreiste Betrüger, die es offenbar nur auf persönliche Daten abgesehen haben. "Das Steuerformular im Anhang täuscht eine gefälschte Webseite im Stil von FinanzOnline vor, die zur Eingabe von Kreditkartendaten auffordert", heißt es dazu von Seiten des BMF.

Bescheide kommen nie per E-Mail

Bei sämtlichen Adressaten dieser oder ähnlicher E-Mails sollten aber ohnehin gleich die Alarmglocken schrillen, denn: "Informationen des BMF erfolgen grundsätzlich in Form von Bescheiden und werden per Post oder in die FinanzOnline-Databox zugestellt. Das BMF fordert die Abgabepflichtigen zudem niemals zur Übermittlung von Passwörtern, Kreditkartendaten oder Kontoinfos auf", betonen Finanz-Experten.

Auch dubioses Steueramt will Daten ergaunern

Laut Hans Peter Seewald, Leiter der Abteilung Kriminalprävention beim LKA Tirol, ist dies nicht das einzige derartige Betrugs-Mail, das derzeit in Tirol die Runde macht. "Es gibt eine ganz ähnliche Masche, bei der vermeintlich das so genannte Bundeszentralamt für Steuern dahintersteckt", schildert der Experte. Auch in diesem Fall sollen die ausgesuchten Adressaten auf einen beigefügten Link klicken und in der Folge in einem gefälschten Online-Formular ihre sensiblen persönlichen Daten preisgeben.

Hubert Rauth, Kronen Zeitung

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