So, 17. Dezember 2017

Süßes für die Seele

14.03.2017 13:40

Dem Frustessen auf die Spur kommen

Ihr Freund hat Sie verlassen und Sie greifen sofort zur Schokolade? Während Angst und Aggression uns den Appetit verderben, scheinen Trauer und Frustration die Lust auf bestimmte Lebensmittel zu steigern. Den Zusammenhang zwischen Stimmungslage und Essverhalten erforschen nun Salzburger Psychologen.

Bei "Fressattacken" oder Heißhunger auf Süßes verbinden sich Nahrungsaufnahme und Emotionen auf fatale Weise. Übergewicht bis hin zu Fettsucht und sozialer Isolation können die Folgen sein. Die Zahl der Adipösen steigt ständig an.

Würstelstand statt Mammutjagd
An das Leben als Jäger und Sammler in der kargen Steinzeit war der menschliche Körper perfekt angepasst. Dank Kühlschrank, Konditorei und Würstlstand steht uns heute hochkalorisches Essen aber jederzeit zu Verfügung. Das fordert die Selbstbeherrrschung jeden Tag aufs Neue heraus.

"Wir konzentrieren uns bei unserem Projekt ´Emo-Eat´ auf Nahrungsaufnahme, die nicht durch Hunger bedingt ist, sondern durch Gusto auf schnell verfügbares und leicht zu essendes ´comfort food´", betont Prof Dr. Jens Blechert von der Uni Salzburg. Dazu werden Ergebnisse einer vorangegangenen Online-Befragung weiter verfolgt. Die Mehrheit der Frauen gab an, dass sie mehr konsumieren, wenn sie traurig sind.

Jetzt sollen mittels App (Ernährungs- und Stimmungstagebuch) weitere Daten der Studienteilnehmer erhoben werden. Mit der Auswertung erhofft man sich, in Zukunft neue therapeutische Möglichkeiten gegen Übergewicht zu finden.

Karin Rohrer-Schausberger, Kronen Zeitung

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