Fr, 24. November 2017

Nach Felsschlag

13.03.2017 19:21

Mönchsberg: Die Gefahr ist gebannt

Der Schock war am vergangenen Donnerstag groß, als sich zwei Fußball große Mauerbrocken vom Mönchsberg lösten und über die Felswand in die Gstättengasse abstürzten. Nach einem Lokalaugenschein am Freitag untersuchten am Montag Fachleute der Stadt und ein externer Statiker die schadhafte Mauer.

Die gute Nachricht zuerst: Die Gefahr weiterer Felsenabgänge ist nun erst einmal gebannt. Die Ausbruchstelle wurde vorläufig mit Schaltafeln gesichert, eine Sanierung des Bereiches vor dem Museum der Moderne ist aber unumgänglich. Denn Hochbauamt, Bergputzer, Grundamt, Amt für Öffentliche Ordnung und Planung fanden am Montag bei einer genauen Untersuchung ein relativ großes Loch in der Mauer.

Statiker Manfred Armstorfer dazu: "Das rund 75 mal 150 cm große Loch hat sich wohl über Jahrzehnte durch den Wechsel von Frost und Tau ausgebildet. Starkregen löste schließlich den Abgang aus. Die Bergputzer haben das Loch provisorisch mit Schal-Tafeln gesichert. Ein insgesamt rund zwei Meter hohes und sechs bis sieben Meter langes Mauerstück muss aber jedenfalls neu errichtet werden."

"Sanierung nicht mehr zielführend"
Die Meinung des Experten ist klar: Der in den 1950-er bis 1960-er Jahren auf einem Konglomerat-Sockel aufgesetzte "Stampfbeton" klingt in diesem Bereich dumpf, ist also aufgrund der dauernden Witterungseinflüsse schlecht geworden: "Eine Sanierung ist da nicht mehr zielführend", sagte der Statiker. Entwarnung gibt es hingegen bei anderen aufge-frorenen Mauerbereichen. Sie sind nach einer ersten Einschätzung in einem besseren Zustand und können mit Steckeisen und Betonguss saniert werden. Vorsicht ist dennoch geboten: Als zusätzliche Sicherungsmaßnahmen verfügten die Experten, dass nun Absperrgitter im Bereich der Museumsterrasse aufgestellt werden, um die Mauer von oben durch Druck nicht zusätzlich zu belasten. Am Donnerstag rücken dann die Bergputzer und der Statiker noch einmal aus, um die restlichen Wandabschnitte zu begutachten. Kuriosum am Rande: Wem die Mauer gehört, ob Museum oder Stadt, ist immer noch nicht geklärt.

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