Mi, 24. Jänner 2018

Teenager geständig

13.03.2017 18:49

D: Mädchen mit durchgeschnittener Kehle gefunden

Grausiges Tötungsdelikt auf einem verlassenen Fabrikgelände in Düsseldorf: Ein 16 Jahre alter Jugendlicher hat gestanden, in der ehemaligen Papierfabrik eine 15-Jährige umgebracht zu haben. Der Teenager sei laut Untersuchung eines Sachverständigen schizophren und somit schuldunfähig, sagte Staatsanwalt Matthias Ridder am Montag.

Er habe deshalb die vorläufige Unterbringung des 16-Jährigen in einer psychiatrischen Klinik beantragt, so Ridder. Die Tat wertet der Staatsanwalt als Totschlag im Zustand der Schuldunfähigkeit. Wegen seiner psychischen Erkrankung sei der 16-Jährige schon einmal in Behandlung gewesen. Alkohol oder Drogen hätten bei der Tat keine Rolle gespielt. Der aus dem Ruhrgebiet stammende Bursche hat der 15-Jährigen den Ermittlungen zufolge in den Hals geschnitten. Der Leiter der Mordkommission, Volker Elsner, sprach von "schneidender Gewalt gegen den Hals" mit einem sogenannten Multitool, einem Werkzeug.

16-Jähriger kehrte zum Tatort zurück
Die Leiche des aus dem Rheinland stammenden Mädchens war am Sonntagnachmittag von einem Mann entdeckt worden, der auf dem Fabrikgelände am Düsseldorfer Hafen Architekturfotos machte. Während die Ermittler an der Fundstelle Spuren sicherten, kam der 16-Jährige, der nach der Tat in der Nacht auf Sonntag zunächst geflohen war, zu der Polizeiabsperrung und fragte nach dem Mädchen. Spontan gab er zu, die 15-Jährige getötet zu haben. Er übergab auch das Tatwerkzeug, an dem Blut klebte, an die Beamten.

Die Ermittler gehen von einer Beziehungstat im weitesten Sinne aus. Die beiden Schüler seien seit einiger Zeit lose liiert gewesen. Den Samstag hätten die beiden zusammen in Neuss verbracht, bevor sie am Abend auf das verlassene Fabriksgelände gekommen seien. Dort sei es vermutlich zu einem Streit gekommen.

Bei den Vernehmungen habe der 16-Jährige relativ gefasst gewirkt, sagte Elsner. Die Schilderung der Tat habe er aber mehrfach unterbrechen müssen, "weil er mit seinem Gewissen kämpfte". Der Jugendliche habe den Tatablauf "konkret und detailliert" beschrieben. Auf die Begleitung eines Anwalts hätten er und seine Eltern ausdrücklich verzichtet.

Neunjähriger in Herne erstochen
Erst vor wenigen Tagen war die Tötung eines Buben und eines 22-Jährigen in Herne in Nordrhein-Westfalen bekannt geworden. Der 19-jährige Marcel H. dürfte die beiden aus Mordlust erstochen haben.

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