Di, 16. Jänner 2018

Fünf Welpen geboren

13.03.2017 08:22

Familie wollte trächtige Hündin nicht mehr haben

Eine trächtige Mischlingshündin schoben die Besitzer vor wenigen Tagen an die Pfotenhilfe in Lochen ab. Dass der Vierbeiner Junge bekommt, erwähnten diese unverantwortlichen Menschen nicht. Fünf entzückende Welpen sind mittlerweile zur Welt gekommen. Sie werden ab Mai vergeben. Bis dahin werden sie noch von ihrer Mama und den Tierpflegern umhegt und gepflegt.

Johanna Stadler, Leiterin der Pfotenhilfe in Lochen, erkannte rasch, dass "Rosi" trächtig ist und die Geburt unmittelbar bevorstehen muss. Schnell richtete man der Hündin ein passendes ruhiges Plätzchen her. Und dann ging es auch schon los. Nur mit wenigen Sekunden und Minuten Abstand erblickten fünf süße Welpen das Licht der Welt. Sie werden von "Rosi" und den Tierpflegern bestens versorgt. Wenn sie groß genug sind, voraussichtlich im Mai, werden sie an gute Plätze vergeben.

Hunden mit Geduld "Manieren" beibringen
Johanna Stadler ärgerte sich natürlich über die Besitzer, die "Rosi" offenbar wegen ihrer Trächtigkeit loshaben wollten. "Die Leute haben anscheinend falsche Vorstellungen davon, was ein Welpe ist. Sie denken, dem kann man doch leicht etwas beibringen, der lernt schnell zu folgen und 'Fuß' zu gehen. Wenn er dann nicht auf Anhieb funktioniert, wird wegen Überforderung oft zu gewaltsamen Erziehungsmethoden gegriffen. Das darf natürlich nicht sein." Ein weiteres Problem ist, dass Welpen niemals stubenrein sind. Das muss man ihnen erst beibringen, mit Geduld und Lob, aber nicht mit Schlägen und Schimpfen. "Babys muss man ja auch erst beibringen, aufs Töpfchen zu gehen."

Die Vierbeiner sind kein Spielzeug
"Ein Hund ist kein Spielzeug, das man nur verwendet, wenn man Lust hat und dann wieder ins Eck stellt. Er hat sehr ähnliche Bedürfnisse wie wir: Hunger, Durst, Schlaf, aber darüber hinaus vor allem Zuwendung, Liebe, Beschäftigung und Bewegung. Hunde sind dafür sehr dankbar und lieben ihre menschlichen Partner oder ihr familiäres Rudel bedingungslos. Deshalb müssen sie auch wie Familienmitglieder behandelt werden und nicht wie eine Maschine, die etwa nur der Bewachung des Hauses dient", fordert Stadler.

Manuela Kappes, Kronen Zeitung

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