Sa, 25. November 2017

Lebring:

12.03.2017 18:06

Polizistin beinahe niedergefahren

Erneut raste ein junger Lenker mit seinem Gefährt auf eine Polizistin zu, als sie ihn aufhalten wollte - diesmal geschehen am Samstag in Lebring. Im Gegensatz zu ihrer Kollegin, die schlimme Knochenbrüche erlitten hatte, blieb diese Frau aber unverletzt, da sie sich retten konnte. Der 18-Jährige Verursacher wurde angezeigt.

Ohne Führerschein und alkoholisiert flüchtete vor wenigen Tagen ein 24-Jähriger vor der Polizei in Graz. Beim Versuch, ihn aufzuhalten, wurde eine Polizistin von ihm erfasst, durch die Luft geschleudert und schwer verletzt. Einem ähnlichen Schicksal ist am Samstagabend eine Kollegin nur knapp entkommen: Um 17.36 Uhr verließ ein 18-Jähriger den Lebringer Gady-Markt, stieg auf sein Motocross-Leichtmotorrad. Zu diesem Zeitpunkt war auf der B67 aus Sicherheitsgründen eine 30er-Zone eingerichtet worden.

Doch die dürfte dem jungen Steirer egal gewesen sein: Mit einem sogenannten Wheelie (Fahren auf dem Hinterrad) machte er auf sich aufmerksam, fuhr so einige Meter dahin, gab Gas und gefährdete nicht nur sich selbst, sondern auch etliche andere Verkehrsteilnehmer. Da war er der Polizei bereits aufgefallen. Die versuchte, ihn anzuhalten - doch der junge Mann machte eine Kehrtwende, raste Richtung Veranstaltungsort retour und überholte dabei sogar drei Pkw. Eine beherzte Polizistin stellte sich ihm in den Weg - doch wäre sie nicht weggesprungen, hätte er sie vermutlich erfasst. Wieder fuhr er mit zirka 100 km/h davon, "mit einer Hand hat er gelenkt, mit der anderen das Kennzeichen verdeckt", sagt Bezirksinspektor Hansjürgen Kernek von der Polizei Lebring. Auf einer Gemeindestraße gab der Motocross-Lenker aber schließlich auf.

Für 115 km/h ist sein Gefährt zugelassen, doch das hat er etwas "auffrisiert". Ein Blackout habe zu seiner Tat geführt. Der 18-Jährige wird wegen mehrerer Übertretungen angezeigt.

Monika Krisper, Kronen Zeitung

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