Sa, 16. Dezember 2017

Neues Testgerät:

12.03.2017 23:51

Aktion scharf bei Drogen am Lenkrad

Ab sofort ist ein Drogen-Schnelltester zum Preis von rund 6000 Euro bei Oberösterreichs Polizei im Probebetrieb. Johann Thumfart von der Landesverkehrsabteilung OÖ erklärt, warum der Tester benötigt wird und wie er funktioniert. Ziel ist, in jedem Bezirk ein solches Gerät zu bekommen. Denn derzeit gibt es nur 300 Anzeigen wegen Drogen am Steuer, die Dunkelziffer ist hoch.

Es gibt Hunderte Alkomaten und jetzt gerade einmal einen Drogen-Schnelltester.

Beim Alkohol ist es einfacher, da wird nach einem Wirkstoff gesucht, beim Suchtgift gibt es aber eine Menge Stoffe, nach denen gleichzeitig gesucht werden muss. Bisher ging das nur über den Urin-Test.

Der war freiwillig und relativ aufwändig.

Freiwillig ist auch der neue Test. Wenn er allerdings verweigert wird, dann geht’s zur klinischen Untersuchung durch den Amtsarzt  und die kann nicht verweigert werden.

Wie funktioniert nun dieser Schnelltest?

Mit einem Wattestäbchen wird beim Probanten eine Speichelprobe entnommen, diese in eine Flüssigkeit gegeben, die dann in das Testgerät kommt. Dort wird innerhalb von zehn Minuten analysiert, ob etwa Cannabis, Crystal Meth, Heroin, Kokain oder auch andere Drogen konsumiert wurden. Wenn  das Resultat positiv ist, geht’s zum Amtsarzt.

Warum noch zum Arzt?

Der beurteilt die Fahrtauglichkeit, denn um diese geht es. Wir bekommen, im Gegensatz zum Alkomaten, mit dem Testgerät keine Angaben  über die konsumierte Menge. Der Amtsarzt nimmt dann Blut ab und dann wird die Menge diagnostiziert.

Wo liegen die Probleme bei den anderen Testmethoden, etwa mit Haaren oder auch bei Urin?

Dass dabei die Abbauprodukte analysiert werden. Uns bei der Verkehrspolizei interessiert aber eben nur, ob der Verkehrsteilnehmer zum Zeitpunkt unserer Kontrolle beeinträchtigt ist  nicht aber, ob er vielleicht vor zwei Wochen einen Joint geraucht hat.

Interview: Markus Schütz

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