Fr, 24. November 2017

Salzburger Nockerln

11.03.2017 19:57

Boxenstopp: Benzinbrüder & Überflieger

"Kreuz & Quer": Weyringer im Fahr(T)raum Werke von den 80ern bis heute

Gerade erst erhielt Hans Weyringers "Gläserne Madonna", die er nach dem Vorbild der "Magna Mater Austriae" von Mariazell für die Verkündigungsbasilika von Nazareth gestaltete, von Erzbischof Franz Lackner den Segen, da gilt es schon die nächsten Werke des Salzburger Künstlers in Augenschein zu nehmen.

Diesmal schenkt allerdings keine Kirche, sondern die Mattseer Erlebniswelt "Fahr(T)raum" von Ernst Piëch den Arbeiten den perfekten Rahmen. Geschäftsführer Jakob Iglhauser und der frühere Rallye-Staatsmeister Max Lampelmaier sind bereits mehrfach für eine Ausstellung an Weyringer herangetreten, letztendlich überzeugen konnte ihn aber nur der Hausherr persönlich.

"Herr Piëch hat mich im Atelier in Sighartstein besucht, und wir haben uns auf Anhieb verstanden. Ich bewundere, mit welcher Leidenschaft er sich den Klassikern der Automobilgeschichte, die großteils von seinem Großvater Ferdinand Porsche konstruiert wurden, widmet. Mich fasziniert die Technik dieser historischen Schätze zwar auch, aber um sie so zu hegen und pflegen, dafür fehlt mir leider wirklich die Zeit!"

Klar, schließlich widmet sich Weyringer mit voller Hingabe dem Malen. "Ich hab der Kunst zu liebe 1978 sogar das Segelfliegen aufgegeben." Zum Glück leben die Erinnerungen an diese Zeit in seinen Bildern weiter. Neben seiner Kunstfigur "F.T Pirato Habana", die er 1981 als Symbol für den Frieden auferstehen ließ, dem Heiligen Christophorus, der Schutzpatron der Reisenden oder einem Holzrelief, das eine Meerjungfrau mit zwei Delfinen zeigt, landen zwischen Piëchs Automobilen von Baujahr 1901 bis 1929 natürlich auch Segelflieger.

Die Schau, die wie Weyringer betont keine Verkaufsausstellung ist "Dafür hänge ich viel zu sehr an den Bildern" nahm bei der Eröffnung auch Sepp Forcher ins Visier. Der schwärmt allerdings nicht nur für Weyringers Kunst, sondern auch für die Classic Cars: "Ich hatte einmal die Ehre, dass mich Ernst Piëch mit dem Lohner Porsche Baujahr 1901 durch die Gegend kutschierte. Solche Autos sind ein Kindheitstraum, deshalb ist der Name Fahr(T)raum für diese Erlebniswelt einfach perfekt gewählt."

Da konnte ihm Gert Pierer vom Salzburger Rallye Club nur beipflichten. "Herr Piëch besitzt hier eine herausragende Sammlung, speziell was Austro Daimler betrifft, dabei handelt es sich um wahre Kunstwerke!"

Fritz Gmachl liebäugelte hingegen lieber mit der Kunst. "Ich bin selbst im Besitz eines Weyringer. Dass er jetzt auch im Ausland so bekannt ist, freut mich ganz besonders, schließlich kann dieser Erfolg nur den Wert seiner Bilder noch steigern!"

Tina Laske, Kronen Zeitung

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