Do, 18. Jänner 2018

"Krone"-Ombudsfrau

10.03.2017 14:03

Mit Karenz war Verzinsung für Pensionsvorsorge weg

"Zukunftssicherung-Gehaltsumwandlung" heißt das Produkt, das eine Lehrerin aus Niederösterreich vor mehr als zehn Jahren abgeschlossen hat. Für die Zeit ihrer Karenz wurde ihr von der Versicherung eine Ruhendstellung der Prämien zugesichert. Dabei vergaß man allerdings zu erwähnen, dass sich dadurch die Verzinsung für immer dramatisch verschlechtert...

Ein bestimmter Betrag wurde monatlich direkt vom Bruttogehalt von Nathalie H. abgezogen und mit 2,5 Prozent garantiert verzinst. Das angesparte Vermögen sollte später als zusätzliche Alterspension ausgezahlt werden. "Fast alle Kollegen haben damals unterschrieben", erinnert sich die Lehrerin. Im Glauben das Richtige zu tun, gab die Niederösterreicherin der Versicherung Bescheid, als sie in Karenz ging. "Ich habe ein E-Mail geschickt, dass die Prämien wohl ruhend gestellt werden müssen, da ja das Bruttogehalt wegfällt. Ich wollte nichts falsch machen und keine Probleme wegen nicht bezahlter Prämien bekommen!"

Die Ruhendstellung wurde ihr bestätigt. Erst lange Zeit später erfuhr sie von einer Kollegin, dass sie die Prämien weiter bezahlen hätte können. Durch die Ruhendstellung verändert sich nämlich die Verzinsung. Auf magere 0,5 Prozent. "Darüber hat man mich nie informiert und ich hätte natürlich weiter bezahlt, wenn ich das gewusst hätte", wandte sich Frau H. empört an die Ombudsfrau. Laut Niederösterreichischer Versicherung hätte es sich hier um ein Missverständnis gehandelt. Man habe lediglich dem ausdrücklichen Wunsch der Kundin nach einer Prämien-Freistellung entsprochen. Sollte Frau H. die ausgesetzten Prämien nachzahlen, sei man aber bereit, den ursprünglichen Vertrag mit einer Verzinsung von 2,5 Prozent zu reaktivieren...

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