Di, 23. Jänner 2018

29.10.2006 16:20

Zu wenig Kontrolle

Das freie Wort
Wieder einmal war die verdammte Raserei schuld an einem Verkehrsunfall, der in Niederösterreich innerhalb weniger Sekunden drei Kinder und drei Erwachsene das Leben kostete. Und, wäre es zu einem Prozess gekommen, falls die Lenker überlebt hätten, dann müssten auch jene verantwortlichen Politiker auf der Anklagebank sitzen, die noch immer nicht bemerkt haben wollen, dass auf unseren Straßen schon seit langer Zeit die totale Anarchie herrscht. Asoziale Elemente können unkontrolliert ihren krankhaften Geltungsdrang ausleben, sich durch rücksichtslose Raserei "selbst verwirklichen" und andere zu Krüppeln fahren oder umbringen.

Als "Gegenmaßnahmen" fällt den "Zuständigen" nichts Gescheiteres ein, als "Licht am Tag" vorzuschreiben, anstatt für eine effiziente Verkehrsüberwachung - vor allem mit Zivilstreifen - zu sorgen.


Es ist leider traurig, aber wahr, dass nur dann eine Besserung im Verhalten mancher Verkehrsteilnehmer zu erwarten ist, wenn sie sich auf Schritt und Tritt "bespitzelt" fühlen; die ordentlichen Fahrzeuglenker stört das sowieso nicht, und für die Unbelehrbaren sollte kein Mittel gescheut werden, das geeignet ist, Rowdytum und Raserei auf unseren Straßen einzudämmen.

Die Kosten für eine ordentliche Verkehrsüberwachung mit Zivilstreifen sollten übrigens keine Rolle spielen - die kann man durch saftige Strafen wieder hereinbringen.

Und die Moral von dieser Gschicht: Ohne Kontrolle geht es nicht!




Franz Weinpolter, Wien
erschienen am Mo, 30.10.
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