Mi, 22. November 2017

Nach Gründung 2009

10.03.2017 07:02

Warum ihr Babytuch so boomt

Praktisch und ohne lästiges Knoten: Das Babytuch von Andrea Unger empfinden viele Mütter als Segen. Vor acht Jahren hat die Henndorferin ihre Firma gegründet. Und seither floriert der Betrieb. Nächste Woche lädt sie zum Flohmarkt in ihr Geschäft.

"Ich war damals begeisterte Babytuch-Trägerin", erzählt Andrea Unger über die Zeit, als sie erstmals Mama wurde. Doch sie stieß dabei schnell auf Grenzen: Lange Tuchenden, Knoten, die drücken. "Das muss doch anders gehen", dachte sich Unger und setzte sich an die Nähmaschine. Sie ließ ihr Babytuch patentieren. Auch Freundinnen waren sofort begeistert. Und mittlerweile ist der Kundinnen-Stock groß: "Sie verbinden zum Teil den Urlaub mit einem Besuch bei uns im Geschäft." Von München bis Wels kaufen Kundinnen ein, auf der Homepage (babytuch.com) kommen internationale Bestellungen dazu. Andrea Unger startete sofort online. "Mein Mann hat mich mit seiner Internetagentur gleich unterstützt."

"Einfach in das Babytuch hineinschlüpfen. Die Mütter müssen nichts wickeln, nichts binden. Es gibt auch keinen Knoten oder Verschlusssysteme", erklärt Unger, wie einfach es funktioniert. Neugeborene bis zu Dreijährige können mit dem Tuch getragen werden: "Der Stoff passt sich an das Gewicht an", informiert sie, dass nur heimische Materialien verwendet werden. Das Produkt wurde auch von einer Trageschule geprüft. "Man kann gar nichts falsch machen", berät die Babytuch-Erfinderin die Mütter gerne. Ihre eigenen vier Buben (16, 14, 12 und 10) sind mittlerweile groß: "Mein Tuch-Prototyp ist schon 14 Jahre alt", wundert sich die Unternehmerin manchmal selbst, wie schnell die Zeit vergeht.

"Hände und Kopf frei"
Großer Vorteil: "Man hat Hände und Kopf frei, weil man nicht lange herumprobieren muss", weiß Andrea Unger wie sich Stresssituationen mit Baby vermeiden lassen. Aus ihrem Ein-Mama-Betrieb wurde ein florierendes Unternehmen mit Angestellten und Heimnäherinnen. Die Tücher gibt es in zwölf verschiedenen Farben. Weniger Öko-Stil, mehr knallige Farbtöne. Die vierfache Mama aus Henndorf freut sich, dass "das Babytuch mittlerweile zur Grundausstattung in vielen Familien geworden ist." Neugierig? Nächste Woche (Montag bis Freitag) findet wieder ein Flohmarkt im Geschäft (Landesstraße 23) statt: "Auch das ist schon zur Institution geworden", freut sich Unger. Es gibt gebrauchte Babytücher zu absolut verlockenden Preisen.

Sabine Salzmann, Kronen Zeitung

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