Fr, 20. April 2018

Tinetz-Großprojekt

09.03.2017 15:45

Stromzähler-Tausch bei 225.000 Tiroler Haushalten

Schon im Herbst erhalten die ersten von insgesamt 225.000 Tiroler Haushalten Post vom Tiroler Stromnetz-Betreibers Tinetz. Es geht um den lückenlosen Austausch alter Stromzähler durch "intelligente" Geräte (Smart Meter). Im "Krone"-Gespräch betonten die Tinetz-Chefs Thomas Rieder und Thomas Trattler die Vorteile für den Kunden. Der Austausch soll kostenlos stattfinden.

"Derzeit läuft noch das Ausschreibungsverfahren", sagt Trattler zum Stand des größten Projekts der Tiwag-Tochter Tinetz. Erste Haushalte werden testweise im Herbst umgestellt, flächendeckend soll es dann 2018 losgehen (bis 2021). Mit den Netzbetreibern in Salzburg und Vorarlberg sowie den IKB schloss man sich dafür zur "Kooperation West" zusammen. Etliche Kriterien zu Datenschutz und Übertragungssicherheit wurden bundesweit formuliert.

Smart Meter liefert selbständig Daten

Nötig ist letzteres, weil die Smart Meter Daten direkt an die Tinetz liefern. Ein Ablesen des Zählers fällt also weg, der Besuch eines Tinetz-Mitarbeiters ist nur mehr bei einem technischen Gebrechen notwendig.

Stromverbrauch ablesbar im Viertelstundentakt

Vorteile für den Kunden: Der Stromverbrauch kann bis zu 96-mal täglich, also im Viertelstundentakt ermittelt werden. Dies helfe den Kunden, etwaige Stromfresser im Haushalt rasch zu identifizieren, versprechen die Tinetz-Chefs. Eine unverzichtbare Rolle könnten Smart Meter auch bei künftigen zeitlich gestaffelten Energietarifen spielen. "Eine Waschmaschine läuft dann vielleicht nachts, wenn der Strom billiger ist", nennt Rieder als Beispiel.

Tinetz informiert per Brief

Für die Haushalte beginnt die Umstellung mit einem Brief der Tinetz. Darin werden Zeiten für den Besuch eines Monteurs vorgeschlagen. An der Art der Information wird noch gefeilt "man muss an Technikfans ebenso denken wie an Menschen, die damit nichts zu tun haben", sagt Trattler.

Andreas Moser, Kronen Zeitung

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