Di, 23. Jänner 2018

Große Unterschiede

09.03.2017 11:50

Wechsel der Bank: Achtung vor teuren Kontoauszügen

Kontogebühren variieren von Bank zu Bank. Ein Wechsel zu einem günstigeren Geldinstitut ist daher oft lohnend. Doch wer kündigt, verliert den Zugriff auf alte Kontoauszüge, die später z.B. zum Nachweis einer Zahlung wichtig wären. Eine nachträgliche Kopie kann bis zu 5,40 Euro kosten.

Der Rat ist daher, Kontoauszüge der früheren Bank sicherheitshalber noch eine Weile aufzuheben. Und Kunden, die vorwiegend Internetbanking nutzen und daher meistens gar keine Auszüge mehr auf Papier haben, sollten vor der Kündigung ihres Kontos jedenfalls nach wichtigen Überweisungen, Abbuchungen von Einziehungsaufträgen usw. suchen und diese ausdrucken bzw. am Computer speichern, rät die Arbeiterkammer. Sonst könnten einem etwa bei späteren Reklamationen nach einem Kauf wichtige Belege fehlen.

Die frühere Bank kann zwar ein Auszugs-Duplikat liefern, dieses kostet aber extra. Generell sollte man alte Kontoblätter sorgsam wegwerfen, denn es sind sensible persönliche Daten darauf.

Banken kassieren an allen Ecken und Enden
Ein Übel aus Sicht der AK sind auch hohe Überziehungszinsen. "Trotz niedriger Geld- und Kapitalmarktzinsen sind die Zinsen für die Kontoüberziehung auf einem hohen Niveau festgeklebt", kritisiert AK-Expertin Gabriele Zgubic. "Wer ein Plus auf einem Konto hat, bekommt - wenn überhaupt - nur Mini-Zinsen. Beim Absenken der Habenzinsen sind die Banken immer schnell, bei den Überziehungszinsen hingegen hinken sie mehr als hinten nach."

Exorbitante Überziehungszinsen, Mini-Habenzinsen, für jede Kontodienstleistung extra zahlen: Banken kassieren an allen Ecken und Enden, konstatiert die Arbeiterkammer. Noch dazu drängen die Institute ihre Kunden vermehrt in die Selbstbedienung und bauen Jobs ab. Laut aktuellem AK-Bankenmonitor haben acht von 12 im November untersuchten Banken in Wien an der Preisschraube gedreht, teils kräftig.

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Redaktion
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