Mi, 22. November 2017

Korruptionsskandal

09.03.2017 11:31

Anwälte von Samsung-Erbe bestreiten Vorwürfe

Zum Auftakt des Prozesses gegen den inhaftierten Erben des Samsung-Imperiums im südkoreanischen Seoul haben dessen Anwälte die Vorwürfe der Präsidenten-Bestechung zurückgewiesen. Die Anklageschrift sei oberflächlich, für einige Anklagepunkte fehlten Beweise, sagte ein Verteidiger. "Alle bestreiten die Vorwürfe", sagte der Anwalt. Hintergrund ist der Korruptionsskandal um eine enge Vertraute der vorläufig entmachteten Präsidentin Park Geun-hye.

Die Anwälte des Vize-Vorsitzenden des Smartphone-Marktführers Samsung Electronics, Lee Jae-yong, beteuerten vor dem Seouler Bezirksgericht erneut die Unschuld ihres Mandanten, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap am Donnerstag. Lee selber war zu dem Anhörungstermin nicht erschienen.

Dem Sohn des schwer erkrankten früheren Konzernchefs Lee Kun-hee, wird neben Bestechung, Untreue und Meineid auch vorgeworfen, Gewinne aus Straftaten verborgen zu haben. Vier weitere Spitzenmanager des größten südkoreanischen Mischkonzerns sind ebenfalls angeklagt.

Samsung soll hohe Summen an Unternehmen und Stiftungen der umstrittenen Park-Freundin Choi Soon-sil gezahlt und im Gegenzug politische Unterstützung für die Fusion zweier Konzerntöchter vor zwei Jahren erhalten haben. Kritiker sahen in der Fusion eine Stärkung der Gründerfamilie. Park soll Druck auf die staatliche Pensionskasse ausgeübt haben, damit diese ihre erforderliche Zustimmung zur Fusion gibt.

Lee habe sich 2015 und 2016 mit Park getroffen, doch seine Instruktionen danach blieben unklar, sagten seine Anwälte am Donnerstag. Laut Yonhap wird mit einem Urteil Ende Mai gerechnet.

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