So, 21. Jänner 2018

Versuchter Mord?

08.03.2017 14:38

Polizistin mit Auto gerammt und liegen gelassen

Ohne Rücksicht auf Verluste lieferte in der Nacht auf Mittwoch ein 24-Jähriger, der keinen Führerschein besitzt, der Grazer Polizei eine wilde Verfolgungsjagd. Dabei raste der Betrunkene - er stand möglicherweise auch unter Drogeneinfluss - auf eine Polizistin zu. Sie wurde durch die Luft geschleudert und schwerst verletzt.

Mit dem Auto seiner Mutter - laut ihren Angaben hatte er es unbefugt in Betrieb genommen - raste der 24-Jährige von seiner Heimatgemeinde Unterpremstätten nach Graz. Um 0.30 Uhr wollte ihn eine Streife in der Wienerstraße anhalten, doch vergebens: Der Lenker gab Gas, fuhr weiter, drehte im Bereich Lendplatz um und wollte auf der Wienerstraße stadtauswärts seine Verfolger abhängen.

"Daraufhin stellte eine Verkehrsstreife den Dienstwagen mit eingeschaltetem Blaulicht im Kreuzungsbereich zur Exerzierplatzstraße ab", berichtet ein erhebender Beamter, "ein Polizist und seine Kollegin stiegen aus, und dann ist dieser Wahnsinn passiert".

30 Meter durch die Luft geschleudert
Der Steirer raste auf die Uniformierte zu und erfasste sie mit dem Pkw. Die 41-Jährige wurde etwa 30 Meter durch die Luft geschleudert und blieb schwer verletzt (Beckenbruch, Fraktur beider Beine) auf dem zweiten Fahrstreifen liegen.

In der Zwischenzeit - der Lenker hatte für einige Sekunden die Fahrt verlangsamt und war erneut aufs Gaspedal gestiegen - nahm die Streife Schlossberg 2 die Verfolgung auf. Sie endete in Kleinstübing, wo sich der Steirer offenbar bei einem Verwandten verstecken wollte. In einer Sackgasse musste er notgedrungen aufgeben.

Der Alko-Test ergab 0,9 Promille. Das Landeskriminalamt erhebt nun wegen Mordversuchs.

Zeugenaufruf
Zeugen dieser Wahnsinnsfahrt - vor allem einige unbeteiligte Fahrzeuglenker auf der Grabenstraße in Richtung Kalvarienbergbrücke -, die den Lenker mit einem silbernen 1er BMW mit weit überhöhter Geschwindigkeit wahrgenommen haben, mögen sich bitte telefonisch beim Journaldienst des Landeskriminalamtes unter 059133/60-3333 melden.  

Manfred Niederl, Kronen Zeitung

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