Di, 21. November 2017

Ein Genuss

12.03.2017 09:01

Gardasee: Paradies für Feinschmecker und Sportler

Riva del Garda - ein malerisches Städtchen im Norden Italiens, das so einiges zu bieten hat: hervorragende kulinarische Spezialitäten, ideale Fitness-Bedingungen sowie zahlreiche Wellness-Hotels. Und probiert man erst einmal die zahlreichen traditionellen kulinarischen Spezialitäten der autonomen Region Trentino im Norden Italiens, verliebt man sich auch in dieses Fleckchen Erde regelrecht Hals über Kopf.

Eine große Palette der regionstypischen Kreationen gab es in Riva del Garda zum Verkosten - und zwar im Zuge des Gourmetfestivals "Garda con Gusto". Drei Tage lang verwandelte sich das malerisch am Gardasee gelegene kleine Städtchen in ein wahres Paradies für Feinschmecker. Renommierte Spitzenköche stellten im Zuge des Schaukochens auf der Bühne ihr Können unter Beweis - unter ihnen der italienische TV-Koch Simone Rugiati. "Dank des Gardasees herrscht hier ein angenehmeres Klima, das sich vor allem auf das Gemüse positiv auswirkt. Die einzelnen Sorten reifen ganz anders heran und zeichnen sich beispielsweise durch einen deutlich intensiveren Geschmack aus", schwärmt Rugiati.

Allen voran findet in dieser Region der Brokkoli aus Torbole fruchtbaren Boden. Das ist in erster Linie dem starken Nordwind zu verdanken, der die Bildung von Reif und Eis auf den Brokkolipflanzen verhindert und auf diese Weise die "Röschen" vor dem Erfrieren sowie vor Geschmacksveränderungen schützt. "Er ist wegen seines süßen, feinen Geschmacks bekannt und wird gekocht oder roh gegessen", klärt der 35-Jährige auf.

Der Brokkoli passt als Beilage ausgezeichnet zu Schwein, Wild sowie Fisch. Aber natürlich wird er auch zur Spezialität Carne Salada (getrocknetes Rindfleisch) gern gegessen. Das Fleisch wird aus der Rindernuss - einem Teilstück der Keule - hergestellt, die mittels eines besonderen Verfahrens genau das richtige Aroma erhält. "Es handelt sich um ein mageres, gewürztes und vorgetrocknetes Fleisch, das roh in dünnen Scheiben einfach nur hervorragend schmeckt. Oder aber man schneidet es in dickerecheiben, legt es in Olivenöl ein, versieht es mit ein paar Essigtropfen und bereitet es auf dem Grill zu", schildert der Spitzenkoch.

Maronen - ein wahrer Schatz in der Schale
Ein weiteres regionstypisches Lebensmittel, das auf dem Gourmetfestival immer wieder verkocht wurde, ist eine besondere Kastanienart. Die mittelgroßen Maronen sind braun und gedeihen in den Wäldern von Drena, Campi, Tenno und Nago. Sie werden natürlich angebaut und im Herbst per Hand geerntet. Aus dem Mehl dieser besonderen Kastanien werden etwa oft Spätzle zubereitet.

Und natürlich darf in dieser Riege auch das selbst gemachte Olivenöl nicht fehlen. Die heimischen Oliven enthalten eine hohe Konzentration an Polyphenolen, die mit ihrer natürlichen Wirkung gesundheitsfördernd sind. Unter den vielen Olivensorten ist besonders die Sorte "Casaliva" hervorzuheben, aus der ein grünes Olivenöl gewonnen wird. Es zeichnet sich durch seinen lieblichen Duft nach grünen Mandeln, Artischocken und diversen Kräutern aus.

Außerhalb des Festivals wurden die regionstypischen Produkte zusätzlich auf dem Bio-Bauernmarkt im historischen Zentrum verkauft - und zwar von den Erzeugern selbst und zu überraschend günstigen Preisen. Der Stolz der Verkäufer auf ihre Produkte stand ihnen regelrecht ins Gesicht geschrieben und zeigte sich auch daran, dass sie zum Beispiel den elbst gemachten Limoncello liebevoll einpackten und mit einem kleinen Sticker der Region versahen.

Auch ein kleines Paradies für Sportbegeisterte
Doch Riva del Garda hat weitaus mehr zu bieten als seine kulinarischen Köstlichkeiten. Im Frühjahr und Sommer ist der Gardasee und die umliegende Gegend ein Fitnessparadies unter freiem Himmel - also auch der ideale Ort für all jene, die in ihrem Urlaub aktiv sein wollen. Egal, ob Mountainbike oder Rennrad - das Fahrrad ist und bleibt das beste Fortbewegungsmittel, um jeden einzelnen Winkel zu erkunden. Die mehr als 1000 Kilometer langen Wege sind sehr gut beschriftet, werden regelmäßig gewartet und bieten für jedes Niveau die passende Tour.

Ein weiterer Höhepunkt ist das Sportklettern. Zwischen Arco, Nago, Torbole sul Garda, Riva del Garda und Drena befinden sich weltweit beliebte Kletterwände, wie etwa Belvedere, Policromuro, Massi di Prabi, Segrom und Placche di Baone. Auf den 500 gesicherten, kontrollierten und regelmäßig gewarteten Routen kann jeder Einzelne seine Grenzen austesten. Wer eins mit der faszinierenden Natur der Region werden möchte, kann sich natürlich auch zu Fuß problemlos auf Entdeckungsreise begeben. Und wer lieber das kühle Nass bevorzugt, kann sich etwa beim Canyoning bergab durch die wilden Gewässer stürzen oder sich im Kite-Surfen versuchen. Der Spaß-Faktor ist hierbei mit Sicherheit sehr groß.

Zwischendurch sollte man sich aber auch etwas Gutes tun und die geforderten Muskeln entspannen. Das kann man am besten in unterschiedlichen Wellness-Hotels. Sie bieten meist große, moderne und wohltuende Wellnessbereiche mit sämtlichen Zusatzleistungen wie Massagen an. Es gibt viel zu entdecken in diesem idyllischen Städtchen Riva del Garda. Eine Reise dorthin lohnt sich allemal.

Jasmin Steiner, Kronen Zeitung

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