Mo, 20. November 2017

Neue Ermittlungen

08.03.2017 09:21

Eurofighter: Half Magna-Manager bei Geldwäsche?

In der Causa Eurofighter hat die Staatsanwaltschaft nun Ermittlungen gegen den früheren Magna-Vorstand Hubert Hödl wegen des Verdachts auf Geldwäsche und Beitrag zur Untreue aufgenommen. Über ein Firmennetzwerk sollen dabei mehrere Millionen Euro geflossen sein, heißt es in einem Bericht des Ö1-"Morgenjournals". Hödl selbst bestreitet die Vorwürfe.

Hubert Hödl war von 1998 bis 2013 für Magna-Steyr tätig, zuletzt als Vorstand von Magna Europe, Officer von Magna International sowie im Vorstand von Magna-Steyr als Verantwortlicher für Vertrieb und Marketing. Der gelernte Maschinenbau-Ingenieur war vom damaligen Magna-Topmanager Siegfried Wolf angeheuert worden.

Jetzt taucht Hödls Name im Zusammenhang mit den Eurofighter-Gegengeschäften von Magna auf. Es geht um dubiose Geldflüsse und mögliche Provisionszahlungen. 1,3 Millionen Euro sollen bei einer Firma gelandet sein, die über einen Treuhänder im Eigentum des früheren Magna-Managers stand, berichtete das Nachrichtenmagazin "News". Außerdem sollen rund 5,5 Millionen Euro an eine Briefkastenfirma auf Zypern geflossen sein, hinter der über eine Stiftung in Liechtenstein ebenfalls Hödl gestanden sein soll.

Londoner Briefkastenfirma im Zentrum der Ermittlungen
Im Zentrum der Ermittlungen steht auch die Londoner Briefkastenfirma Vector, die sich um die Abwicklung der Eurofighter-Gegengeschäfte kümmern sollte. Über sie sollen die Gelder an Hödl geflossen sein, berichtete Ö1 am Mittwoch. Insgesamt hatte das Wirtschaftsministerium seinerzeit rund 300 Millionen Euro für rund 50 Magna-Gegengeschäfte lockergemacht, nachdem sich Hödl und Wolf gemeinsam mit dem EADS-Miteigentümer Daimler-Chrysler für einen Ankauf der Eurofighter eingesetzt hatten.

Magna-Chef Frank Stronach hatte immer wieder öffentlich bestritten, dass sein Unternehmen von dem Eurofighter-Kauf profitiert hatte. So erklärte er 2012 in der "ZiB 2": "Das Magna-Management, insbesondere Herr Wolf, haben immer im besten Sinne für Österreich gehandelt."

Video: So sieht es im Eurofighter-Cockpit aus

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Redaktion
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