Do, 23. November 2017

„Sorgenkinder“

13.03.2017 13:51

Kindersorgen? So stehen Sie Ihrem Nachwuchs bei

Der Nachwuchs sorgt sich unbegründet? Immer wieder machen sich Ängste in ihm breit. Die meisten Eltern würden Berge versetzen, um die Sorgen und Ängste des Sprösslings zu vertreiben. So stehen Sie ihm bei.

"Glaub mir. Es gibt rein gar nichts, worüber du dich zu sorgen oder ängstigen brauchst. Alles ist gut", versichern Sie ihm. Ihr Spross würde Ihnen so gerne glauben. Sein Kopf macht ihm aber einen Strich durch die Rechnung. Das Kind ist weiterhin angespannt, atmet kurz und flach. Zeigen Sie ihm, dass Sie seine Sorgen ernst nehmen.

Angst ist schlimm. Ihr Kind will sicher sein, dass Sie das wissen. Atmen hilft! Tiefes Atmen kann helfen, die Reaktion des Nervensystems umzukehren. Holen Sie deshalb mit Ihrem Spross ein paar Mal tief Luft und atmen langsam aus.

Richtig oder falsch?
Stellen Sie sich gemeinsam vor, dass die Gedanken, die einem Sorgen bereiten, über dem Kopf schweben. Nun greifen Sie sich einen dieser Angstgedanken wie "Niemand will mit mir befreundet sein". Stimmt das, oder ist das nur ein Gefühl? Bringen Sie Ihrem Kind bei, nicht nur auf der Basis von Gefühlen zu entscheiden, wovor es Angst hat. Gefühle sind keine Fakten. Suchen Sie gemeinsam Indizien.

Beim Kleinkind ist es oft die Angst vor der Dunkelheit. Gehen Sie abends mit ihm  jeden Winkel durch. So kann es sich selbst davon überzeugen, dass nirgends im Zimmer Monster lauern.

Kommentar von Eltern-Kids-Coach Nina Petz
Die täglichen Kämpfe um die Aufgabenverteilung in unserer Familie belasten die Beziehung zwischen mir und meinem Mann enorm. Ich sehe keine Lösung.

Mit diesem Problem sind Sie nicht allein. Vielen Paaren ergeht es ähnlich. Häufig beginnt ein unbewusster "Wettbewerb" zwischen Mama und Papa, sobald ein Kind da ist. Wer ist heute müder? Der Elternteil, der im Büro war oder der, der die Kinder gehütet hat? Wer räumt jetzt noch den Geschirrspüler aus? Da hilft nur sich zusammensetzen, in Ruhe überlegen und offen alles ansprechen. Begutachten Sie gemeinsam und ehrlich Ihre Bedürfnisse. Was ist wirklich wichtig für Sie beide? Lassen Sie allgemeine Trends und Ansprüche, die gar nicht die Ihren sind, hinter sich. Überlegen Sie, was Sie aufteilen möchten und wie es klappen kann. Was bedeutet Ihnen viel, worauf legen Sie Wert und worauf bei genauerer Betrachtung eigentlich weniger? Worauf können Sie verzichten? Verabschieden Sie sich vom Perfektionismus, und bleiben Sie immer realistisch, auch in Ihrer Selbsteinschätzung. Der Tag hat nur 24 Stunden, und Ruhepausen für Mama und Papa sind wichtig. Dem Nachwuchs geht es dann gut, wenn es den Eltern gut geht!

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Susanne Zita, Kronen Zeitung

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