So, 17. Dezember 2017

Schweden ist sicher

07.03.2017 07:00

D: Ministerium stellt Fake-Reisewarnung richtig

"Achtung Fake News": Mit diesem Facebook-Eintrag hat das deutsche Außenministerium auf Meldungen in den sozialen Netzwerken reagiert, wonach das Ministerium eine Reisewarnung für Schweden herausgegeben habe. Die Falschmeldung stammte demnach unter anderen von mehreren AfD-Verbänden.

"Es gibt keine Reisewarnung für Schweden", stellte das Auswärtige Amt nun klar. Entgegen der Darstellung der AfD-Gruppierungen sei vor einem Jahr die Terrorwarnstufe in Schweden sogar herabgesetzt worden. "Tut uns leid, falls das weniger interessant klingt", schrieb das Auswärtige Amt auf Facebook weiter.

Richtigstellung drang nicht überall hin
Die Richtigstellung des Ministeriums ging allerdings an manchen AfD-Gruppen erst einmal vorbei. Die Information über die angebliche Reisewarnung war in den sozialen Netzwerken mehrfach geteilt worden. So auch von der AfD Greiz-Altenburg. Eine Sprecherin dort hatte dann aber von der Richtigstellung des Auswärtigen Amts nichts gehört.

Die AfD-Gruppen äußerten sich in ihren Mitteilungen ähnlich wie der neue US-Präsident Donald Trump. Der hatte am 18. Februar bei einer Rede zur Rechtfertigung seiner restriktiven Einwanderungspolitik den Eindruck erweckt, in Schweden hätten Flüchtlinge einen Anschlag verübt.

Das schwedische Außenministerium wies in der Folge darauf hin, dass der einzige Anschlagsversuch in Schweden auf das Jahr 2010 zurückgeht. Abgesehen von dem Attentäter habe es keine Opfer gegeben.

Spott und Häme für Donald Trump
Trumps Fehlinformation zog im Internet zahlreiche Reaktionen nach sich, die bei Twitter unter #lastnightinSweden geschickt wurden. Der frühere schwedische Ministerpräsident Carl Bildt fragte mit Blick auf Trump: "Schweden? Terrorattacke? Was hat er geraucht?"

Ähnliche Kommentare fanden sich nun auch zu der Falschmeldung der AfD-Gruppen. Viele Nutzer fragten ironisch, ob die AfD inzwischen auch Satire-Meldungen publiziere.

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Redaktion
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