Di, 23. Jänner 2018

Falsches Image

27.10.2006 19:38

Von wegen ¿Killerhund¿

Bissig, unberechenbar, bösartig - der Rottweiler ist als echter Killerhund verschrien, wird von vielen Menschen gefürchtet, ja, regelrecht verachtet. Dabei können sie bei kontrollierter Zucht, guter Sozialisierung, artgerechter Ausbildung und konsequenter Beaufsichtigung optimale Familientiere sein. Bei der noch bis Sonntag, 29. Oktober laufenden Weltmeisterschaft in Ohlsdorf kann jedermann bestaunen, was diese Hunde draufhaben.

Wobei die Historie des Rottweilers bis in die Römerzeit zurückreicht, wo er als Herden- und Treibehund gehalten wurde. Später züchtete man diese Rasse, um sie beim Viehhandel als Hirtenhunde einzusetzen.

Wegen der guten Nerven und dem geringen Bellen hält sich Max Kriegner, Obmann des Hundesportclubs Edt, seit über 25 Jahren Rottweiler: „Er schlägt nur an, wenn´s ernst ist und verhält sich auch in aufregenden Situationen ruhig.“ Die Rottweiler-Attacken seien schlicht und einfach auf nicht entsprechende Züchtung, Haltung und fehlende Ausbildung zurück zu führen.

Um Hundefreunde und Menschen, die es werden möchten, auf den Geschmack zu bringen, wirbt auch Hauptausbildungswart Franz Mitteregger für die WM dieser starken Tiere: „Als Turnier- und Sporthund wird er nicht auf den Menschen, sondern auf die Beute abgerichtet. Beim Training pflegt man die Beziehung zum Hund, dieser wird dadurch umgänglich, kann seinen natürlichen Jagdtrieb befriedigen und wird wesensfest.“

„Alles bei der WM Gezeigte muss auch ein Hund können, um als Polizei- oder Suchhund eingesetzt zu werden“, so Franz Raffelsberger, der als Obmann des Schäferhunde-Vereins Ohlsdorf die WM mit seinem Team ausrichtet.

Stichwort: Urahnen der Rottweiler sind in den römischen Legionen zu finden. Im 19. Jh. war Rottweil ein Zentrum des Viehhandels, von dem aus Schafe und Rinder in den Breisgau, ins Elsass und ins Neckartal getrieben wurden, dafür benötigte man starke und kluge Hunde. 1910 wurde der Rottweiler als Polizei- und Militärhund anerkannt.

 

 

Foto: Markus Wenzel

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