Di, 12. Dezember 2017

Kalter Winter

06.03.2017 09:39

Heizkosten pro Haushalt um 200 Euro gestiegen

Der kalte Winter treibt die Heizkosten nach oben: Berechnungen der Energieagentur zufolge müssen die heimischen Haushalte für Öl, Gas, Kohle, Fernwärme und Co. bis zu 800 Millionen Euro mehr als noch in der vergangenen Heizsaison ausgeben. Pro Haushalt bedeute das im Schnitt bis zu 200 Euro pro Jahr, heißt es. Auch Preissteigerungen bei Heizöl und Treibstoffen fielen ins Gewicht. Sanierungen könnten die Kosten langfristig senken.

Gehe man davon aus, dass sich der sehr kalte Winter über die gesamte Heizperiode (bis Ende März/April) fortsetze, könne - gegenüber der vorigen Heizperiode - mit einem Plus an Heizgradtagen von etwa 20 Prozent gerechnet werden. Die Heizgradtage sind ein Indikator für den Heizbedarf, der auf Basis einer Tagesmitteltemperatur von kleiner/gleich 12 Grad Celsius ermittelt wird. Dahinter steckt die Annahme, dass man in einem durchschnittlichen Haus bei einer Außentemperatur von weniger als 12 Grad heizen muss.

Im heurigen Winter seien die Haushalte in doppelter Hinsicht mit kostensteigernden Faktoren konfrontiert, heißt es: Einerseits sei durch den Kälteeinbruch der Verbrauch erheblich, andererseits fielen bei Treibstoffen und Heizöl Preissteigerungen ins Gewicht.

Sanierungen können Kosten langfristig senken
Um langfristig Kosten zu sparen, raten die Experten den Bürgern, über effizienzsteigernde Maßnahmen wie Sanierungen oder die Anschaffung von effizienteren Geräten nachzudenken. Denn gerade bei steigenden Energiepreisen komme es insbesondere bei Sanierungen zu deutlich kürzeren Amortisationszeiten. 

"Der heurige Winter hat uns gezeigt: Wir können nicht davon ausgehen, dass Kältewellen der Vergangenheit angehören und fossile Energieträger in Zukunft so billig bleiben. Daher ist es sinnvoll, sich zeitig im Frühjahr über Sanierungs- und Effizienzmaßnahmen zu informieren, um für die nächste Heizsaison gerüstet zu sein", sagt Energieagentur-Geschäftsführer Peter Traupmann. "Einfache Sanierungsmaßnahmen, wie etwa die Dämmung der obersten Geschoßdecke, können günstig und oft auch eigenständig durchgeführt werden. Besonders hier ergibt sich bei überschaubarem Aufwand ein merklicher Effekt."

 krone.at
Redaktion
krone.at
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden