Di, 21. November 2017

Straßenmusiker

04.03.2017 11:07

Goldbub rührt Altstadt zu Tränen

Auf seinem Hocker sitzend, die Gitarre in der Hand und "Hallelujah" singend, rührt der 13-Jährige Michael Strübler die Passanten der Goldgasse. Der Straßenmusiker aus Faistenau ist durch seine Teilnahme an "The Voice Kids" nun noch bekannter.

Am Freitag mussten einige Touristen ihre Taschentücher zücken, als Michael Strübler seine Balladen in der Goldgasse auspackte. Hier singt er am liebsten, die ansässigen Geschäftsleute kennen ihn, stellen ihm sogar einen Stuhl raus. "Er ist ein Goldschatz, bringt Leben in die Gasse", schwärmt Ute Neumann von der "Goldgrubn", wo er sein Kleingeld wechseln lässt.

Seitdem das junge Talent vor eineinhalb Jahren erstmals am Goldgassenfest sang, begeistert er mit seiner Straßenmusik zweimal pro Woche Passanten wie Anwohner. "Jamaikaner oder Chinesen haben mit mir schon gesungen und oft erzählen mir ältere Damen Geschichten", berichtet der Faistenauer, der Architekt werden möchte und sich so sehr wünscht, in einer Band zu spielen. Ausgebuht wurde er noch nie. Sein Gitarrenkoffer ist nach kürzester Zeit ordentlich mit Münzen gefüllt. "Ein gutes Taschengeld. Ich spare auf ein Moped", so der Pop-Musiker.

4300 Kids zum Vorsingen eingeladen
Die Auftritte in der Goldgasse wollte Michael toppen und bewarb sich heimlich bei der Sat.1-Musikshow "The Voice Kids". "Die Einladung zum Casting via Mail habe ich nichts ahnend gelöscht. Plötzlich klingelte das Handy und schon am nächsten Tag ist er mit seinem Vater nach Berlin geflogen", erzählt Mama Ingrid. Von mehr als 100.000 Online-Bewerbungen wurden 4300 Kids zum Vorsingen eingeladen, nur 45 kamen weiter darunter Michael. Von der Seiler und Speer-Nummer "Ham kummst" waren die Coaches, allen voran Nena, so angetan, dass sie sich um den Salzburger beinahe rauften. Schlussendlich entschied sich der Schüler für Mark Forster. Ob er es eine Runde weiter schafft, sehen Sie morgen, Sonntag (um 20.15 Uhr), auf Sat.1. Dann singt er den Hit "99 Luftballons".

Sandra Aigner, Kronen Zeitung

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