Mo, 18. Dezember 2017

Grausiger Fund

04.03.2017 08:18

Kinderleichen bei Mütterheim in Irland entdeckt

In Irland haben Ermittler in einem einstigen Heim für unverheiratete Mütter ein Massengrab mit Kinderleichen entdeckt. Wie eine Untersuchungskommission am Freitag in Dublin mitteilte, wurden in unterirdischen Kammern im westirischen Tuam "erhebliche Mengen" menschlicher Überreste gefunden.

Auf dem Gelände des Heimes fanden Ermittler eine geheime provisorische Krypta, die offenbar in einem einstigen Abwassersystem untergebracht war. In 17 der 20 Kammern seien Leichenreste gefunden worden, von den einige untersucht worden seien. Es handelt sich demnach um Föten und Kinder im Alter von zwei bis drei Jahren. DNA-Analysen haben ergeben, dass das jüngste tote Baby nur 35 Wochen alt war.

Die meisten Leichen wurden den Angaben der Untersuchungskommission zufolge in den 1950er-Jahren begraben. Das Heim in Tuam wurde von 1925 bis 1961 von der katholischen Kirche betrieben.

Keine Bestattungsnachweise für 800 Kinder
Die Untersuchung in Tuam war von der Historikerin Catherine Corless angestoßen worden. Sie hatte herausgefunden, dass in dem Heim 796 Babys und Kinder gestorben waren, für die es aber keine Bestattungsnachweise gibt. Aus diesem Umstand schloß die Wissenschaftlerin, dass die Kinder auf dem Gelände bestattet worden sein müssten.

"Die Kommission ist schockiert von dieser Entdeckung und ermittelt weiterhin, wer verantwortlich für die Entsorgung menschlicher Überreste in dieser Art war", hieß es in einer Mitteilung. Eine Kommission untersucht im Auftrag der Regierung Hinweise auf Missbrauch in ehemaligen Mutter-Kind-Heimen in dem streng katholischen Land.

 krone.at
Redaktion
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