Mo, 22. Jänner 2018

Luftverpester

27.10.2006 13:48

Österreich scheitert bei Klimaschutz-Vorgaben

Österreich wird nach derzeitigem Stand sein Ziel zur Reduktion der Treibhausgasemissionen bis 2010 nicht erreichen, zu dem es per EU-Recht verpflichtet ist. Auch sechs weitere EU-Staaten werden ihre Klimaziele verfehlen. Davon geht die EU-Kommission in ihren jüngsten Berechnungen aus und forderte am Freitag vor allem die säumigen Mitgliedstaaten auf, ihre Anstrengungen zu vergrößern.

Nur wenn in den 15 alten EU-Mitgliedstaaten die vereinbarten Maßnahmen voll umgesetzt werden und auch die entsprechende Wirkung zeigen, werde es gelingen, die CO2-Emissionen in der EU wie geplant für den Zeitraum 2008-2012 um acht Prozent gegenüber dem Basisjahr 1990 zu verringern, so die Brüsseler Behörde.

Neben Österreich sind Spanien, Dänemark, Portugal, Italien, Irland und Belgien unter den Kyoto-Sündern, die ihre nach EU-Recht bindenden Ziele bis 2010 - der Mitte der Zielperiode - nicht erreichen werden.

Das Kyoto-Protokoll sieht eigene Sanktionsmechanismen für Länder vor, die ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Außerdem drohen den Ländern EU-Verfahren. EU-Umweltkommissar Dimas forderte die sieben säumigen Länder auf, notfalls weitere nationale CO2-Einsparungsmaßnahmen vorzusehen.

Zwischen 1990 und 2004 sind die Kohlendioxid-Emissionen der 15 alten EU-Länder um 0,9 Prozent gesunken, trotz eines Wirtschaftswachstums von 32 Prozent. Mit den bisher ergriffenen Maßnahmen zur Reduktion der Treibhausgase werden sie bis 2010 nur um 0,6 Prozent geringer sein als im Basisjahr.

Mit den zusätzlichen, bereits vereinbarten Schritten sollte eine Reduktion um 4,6 Prozent gelingen. Inklusive Projekten in Drittstaaten bzw. Aufforstung sollte ein Minus von 7,2 Prozent bzw. 8 Prozent möglich sein.

 

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