Do, 14. Dezember 2017

Premieren-Interview

03.03.2017 21:21

Kraft: "Jetzt fühle ich mich wie ein Großer!"

Stefan Kraft hat am Donnerstag mit seinem zweiten WM-Gold österreichische Sportgeschichte geschrieben. Knapp zwölf Stunden später merkte man dem Salzburger den historischen Erfolg nicht an. Frisch und munter kreuzte der 23-Jährige im WM-Hotel zum Treffen mit der "Krone" auf.

"Krone": Erstmals seit Tagen scheint hier in Lahti die Sonne, du brauchst aber keine Sonnenbrille. Da dauerte die WM-Party nicht lange ...
Stefan Kraft: Zuerst war ich ziemlich fertig, wollte ich eigentlich nicht mehr weggehen. Dann sind aber alle auf ein Bier an die Hotelbar mitgegangen, es war dann lustig, zusammenzusitzen und anzustoßen.

Wie schaut es aus, wenn du mal so richtig feierst?
Es wird eine gscheite Party geben. Ich habe schon voriges Jahr einen Skitag organisiert. Eine Woche nach dem Finale in Planica lade ich das ganze Team nach Großarl ein.

Und da tanzt der Vorzeige-Sportler Stefan Kraft auch mal auf den Tischen ...
Da hauen wir schon mal drauf, da wird gscheit gefeiert. Im Vorjahr waren wir bis acht Uhr am Abend in den Skischuhen.

Ganz Österreich freut sich mit dir. Hast du schon alle Glückwünsche gelesen?
Noch nicht. Es blinkt alles rot am Handy. Mit Freundin Marisa und den Eltern habe ich gleich danach telefoniert. Cool war das Foto, das mir die Mama geschickt hat. 30 Leute habe ich im Wohnzimmer noch nie gesehen.

Du hast Sportgeschichte geschrieben. Noch nie hat ein Österreicher beide Einzel-Weltmeistertitel geholt.
Dass es noch keiner geschafft hat wie Morgi, Gregor, Kofi, Goldi, Swider, Vettori und ich jetzt schon, ist ein Wahnsinn.

Du hast während der Alpin-WM mit Marcel Hirscher mitgefiebert. Jetzt bist du auch Doppel-Weltmeister ...
Genial! Und zum Marcel habe ich immer gesagt, er ist ein Roboter, jetzt bin ich vielleicht selber schon einer.

Nach deinem Tournee-Sieg vor zwei Jahren hast du dich noch nicht als neuer Star gefühlt, wo siehst du dich jetzt?
Seit vier Jahren zähle ich immer zu den Top 10, das macht mich stolz. Weil es heißt, dass es im Springen schnell geht, dass man nichts mehr zusammenbringt. Da fühle ich mich wie ein Großer. Aber ich habe noch einiges zu tun. Nach der WM ist der Weltcup noch ein ganz großes Ziel.

In deiner Karriere scheint es nur bergauf zu gehen. Gab es mal einen Rückschlag?
Ich war sehr enttäuscht, dass ich die Spiele in Sotschi verpasst habe. Ich habe es damals nie aufs Papier gekriegt, aber ab da ist es richtig rund gegangen.

Norbert Niederacher, Kronen Zeitung

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