Mo, 11. Dezember 2017

Kindergartenskandal

03.03.2017 16:45

Betroffene entsetzt: "Ist die Hölle für uns alle"

Es muss ein schreckliches Déjà-vu-Erlebnis für alle Betroffenen sein: Nach der Übernahme von neun Standorten des insolventen Kindergartenbetreibers "Alt-Wien" droht dem Verein "Oase des Kindes" nun selbst die Schließung. Kinder, Pädagogen und Eltern sind fassungslos. Betreiber Robert Wrabel hofft auf ein "Wunder".

"Wir können das Ganze nicht noch ein zweites Mal durchmachen", ist Jennifer Willinger verzweifelt. Nur ungern erinnert sie sich an den Sommer 2016 zurück, als sie nach der "Alt-Wien"-Pleite neue Betreuungsplätze für ihre beiden Kinder suchen musste. Jetzt steht sie vor demselben Problem.

Der am Mittwoch verkündete Förderstopp aller "Oase"-Einrichtungen ist für die Mutter ein Schlag ins Gesicht. "Es ist die Hölle für uns alle", so Willinger. Verständnis für die Vorgehensweise der Stadt hat sie nicht.

MA 10 stellte Gelder ein
Wie berichtet, stellte die MA 10 wegen "grober Täuschung" die Gelder an den Verein "Oase des Kindes" ein. Grund: Obmann Robert Wrabel hat der Stadt verschwiegen, dass sein Geldgeber ausgerechnet Hassan M. ist.

700.000 Euro hat der mittlerweile in U-Haft genommene Chef der arabischen Kultusgemeinde in die neun Kindergärten gesteckt. Pikant: M. soll zudem selbst Subventionen zweckwidrig verwendet haben.

Kein Geld mehr von der Stadt
"Ist das nicht egal, woher das Geld kommt?", meint Willinger. Wie Wrabel am Freitag erklärte, sei ihm nicht bewusst gewesen, dass er angeben hätte müssen, woher das Geld für die Finanzierung stammt. Bis Dienstag sollen alle Standorte geöffnet bleiben. Danach hofft der Obmann auf ein "Wunder". Geld von der Stadt gibt es nicht mehr.

"Private Betreiber bekommen bei Verfehlungen sofortige Konsequenzen zu spüren, dazu stehe ich zu 100 Prozent", erklärt der zuständige Stadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ).

Isabella Kubicek, Kronen Zeitung

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